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Martha-Jäger-Haus bleibt
Kein Umzug nach Rheinau-Nord: Das Martha-Jäger-Haus soll an seinem Standort in der Herrenstraße unter der Regie des Klinikums Mittelbaden saniert werden. Foto: av
21.09.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Eine Verlagerung des Martha-Jäger-Hauses in Form eines Neubaus in Rheinau-Nord dürfte vom Tisch sein. Die Stadtverwaltung plädiert dafür, den Gebäudekomplex in der Innenstadt vom Klinikum Mittelbaden sanieren zu lassen, das auch die Betriebsträgerschaft übernehmen soll.

Mit diesem Vorschlag, den der Verwaltungs- und Finanzausschuss in nichtöffentlicher Vorberatung bereits einstimmig gutgeheißen hat, geht die Verwaltung am Montag (17.30 Uhr) in die Sitzung des Gemeinderats.

Über die Zukunft des städtischen Senioren- und Pflegeheims war verhandelt worden, weil die Stadt einen wirtschaftlichen Betrieb nicht mehr gewährleisten konnte - insbesondere vor dem Hintergrund verschärfter gesetzlicher Regelungen, die eine umfängliche Sanierung des Hauses erforderlich machen.

Im Februar hatte der Gemeinderat beschlossen, dass die Verwaltung mit dem Klinikum Mittelbaden Verhandlungen über die Zukunftssicherung des Martha-Jäger-Hauses aufnehmen soll. Dort können derzeit noch 162 Bewohner in Einzel- und Doppelzimmern vollstationär aufgenommen werden.

Aus den Gesprächen kristallisierte sich jetzt die Marschroute heraus, dass das Klinikum den Betrieb zum 1. Januar 2019 übernehmen wird. Das vom Landkreis Rastatt und der Stadt Baden-Baden getragene Unternehmen soll auch die Sanierung des Gebäudes übernehmen. Den Vorteil dieser Lösung sehen die Beteiligten darin, dass der immer komplexer werdende Pflegealltag bei einem Spezialisten wie dem Klinikum in besseren Händen ist. Als Pluspunkt der Variante gilt auch der Standort in der Nähe zum Krankenhaus. Zugleich bleiben die Bewohner "mitten im Leben", weil die Innenstadt gut erreichbar ist.

In einem ersten Schritt soll nun das knapp 10000 Quadratmeter große Grundstück an das Klinikum Mittelbaden verpachtet werden. Die Vertragsentwürfe sehen vor, das der Pächter bis Mitte 2021 ein bauliches Konzept nach den Vorgaben der Landesheimbauverordnung vorlegt.

Die Stadt will auf dieser Basis einen Kaufpreis für Grundstück und Gebäude beziehungsweise einen Erbbaurechtsvertrag vorlegen. Die Baumaßnahmen sollen bis Mitte 2024 umgesetzt sein.

Für die rund 170 Beschäftigten wird sich nicht viel ändern. Das Klinikum tritt bei dem Betriebsübergang mit allen Rechten und Pflichten in die Arbeitsverhältnisse ein. Über die gesetzlichen Regelungen hinaus wird sich der neue Betreiber verpflichten, für die Dauer von drei Jahren keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen.

Das Klinikum strebt am Standort in der Herrenstraße einen neuen Nutzungsmix in Bezug auf Pflege- und Gesundheitseinrichtungen an. Damit will man die wirtschaftlichen Voraussetzungen schaffen, um die Sanierung zu stemmen. Synergieeffekte verspricht sich das Unternehmen durch die Nähe zur Klinik sowie den Betrieb fünf weiterer Pflegeheime und zweier Krankenhäuser.

Nach derzeitigem Stand plant das Klinikum im Martha-Jäger-Haus 90 vollstationäre Plätze, ergänzende Angebote (Tages- und Kurzzeitpflege), Schulungs- und Veranstaltungsräume, Personalwohnungen sowie betreutes Wohnen.

Mit der jetzt vorgeschlagenen Variante ist der Bau eines Pflegeheims im Rheinauer Ring 62 (direkt neben dem aktuellen Neubaugebiet) noch nicht vom Tisch. Die Stadtverwaltung schlägt dem Gemeinderat vor, eine städtische Fläche von 5000 Quadratmetern für den Neubau eines Pflegeheims in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft mit maximal drei Vollgeschossen zu reservieren.

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