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Bauhof-Areal: Drastische Kostensteigerung
Das neue Sozial- und Verwaltungsgebäude und die Werkstatt mit Lager verschlingen 13,8 Millionen Euro.  Foto: DU
27.09.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Die Neuordnung der Technischen Betriebe an der Plittersdorfer Straße wird endgültig zum mit Abstand dicksten Brocken bei den Investitionen der Stadt Rastatt. Im Rathaus kalkuliert man mittlerweile mit Kosten von 20 bis 25 Millionen Euro für das Komplettpaket in den nächsten Jahren. Im Gemeinderat bestehen indes keine Zweifel an der Notwendigkeit dieser Maßnahmen.

Nach dem Zerwürfnis mit dem früheren Architekturbüro präsentierte die Verwaltung am Montag erstmals öffentlich detaillierte Pläne für das Mammutprojekt. Nachdem die Nebenanlagen mit Salzhalle, Lagerboxen und Soleanlage bereits fertiggestellt sind, sollen nun das Verwaltungs- und Sozialgebäude sowie das Lager mit Werkstatt angegangen werden. Als Baubeginn nannte Klaus Krug vom mittlerweile beauftragten Büro Donnig+Unterstab den Mai kommenden Jahres.

Die Ursprünge der Planungen für das Bauhof-Areal reichen bis ins Jahr 2010 zurück. Hinweise der Unfallkasse, dass die Gebäude nicht mehr im zeitgemäßen Zustand sind, machten die Neuordnung erforderlich. Mittlerweile sind die prognostizierten Kosten aus einer Machbarkeitsstudie drastisch gestiegen. Wie berichtet, hatten die Stadt und das damals beauftragte Architekturbüro aus Freudenstadt die Zusammenarbeit beendet, nachdem es zu Verzögerungen kam und aus Sicht der Verwaltung notwendige Leistungen nicht erbracht wurden. Allein für die Überarbeitung der vorliegenden Planung musste die Stadt 520000 Euro aufwenden.

War man in der Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2012 noch von Kosten von 9,8 Millionen Euro für die Gebäude ausgegangen, so wird aktuell mit 13,8 Millionen Euro kalkuliert. Mit weiteren sechs bis elf Millionen Euro wird gerechnet für die späteren Maßnahmen Sanierung/Neubau Kfz-Werkstatt, Neubau Stellplatzhallen sowie Verlagerung des Kundenbereichs Grünflächen mit Abbruch der Lagerhallen.

Die Büros des Kundenbereichs Technische Dienstleistungen, die derzeit in dem provisorischen ehemaligen Tankstellengebäude untergebracht sind, müssen mit der gesamten Technik für den Hochwasserbereitschaftsdienst während der Bauzeit in Container ausgelagert werden. Wegen der Dringlichkeit der geplanten Benz-Werk-Erweiterung will die Verwaltung den Umzug der Stadtgärtnerei vom Oberwald an die Plittersdorfer Straße vorziehen. Die Gewächs- und Anzuchthäuser sollen dort errichtet werden, wo derzeit noch Lagerhallen stehen.

Am Ratstisch wurde zwar Verärgerung über die Verzögerung sowie den Architektenwechsel artikuliert, doch das Vorhaben in seiner Eilbedürftigkeit bestätigt.

Diskussion gab es lediglich über die Energieversorgung. Die Anregung von Hans-Albert Fritsch (CDU), die Gebäude gleich ans Nahwärmenetz anzuschließen, da die Leitungen quasi vor der Haustür liegen, halten Hochbauverwaltung und Stadtwerke nicht für umsetzbar, weil umgeplant werden müsse und es dadurch zu Zeitverzögerungen komme. Laut Stadtwerke-Chef Olaf Kaspryk soll eine Hackschnitzelanlage wie in der Josef-Durler-Schule errichtet werden. Unwägbarkeiten bestehen aber auch wegen der Perspektiven der benachbarten Feuerwehr. Die Verwaltung wartet auf die Ergebnisse des Bedarfsplans, sagte Bürgermeister Raphael Knoth. Dann sei auch klarer, um welche baulichen Erfordernisse es geht. Deshalb könne man sich noch nicht auf einen Standort für die Holzschnitzelanlage festlegen.

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