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Kombibad soll am 19. Mai 2023 öffnen
Wie die Gastronomie im künftigen Kombibad aussehen soll, ist noch nicht entschieden. Fest steht, dass die bestehende Badgaststätte weichen muss.  Foto: Mauderer
05.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Daniel Melcher

Rastatt - Eine konkrete Kostenschätzung liegt noch nicht vor, die Liste der Risiken ist lang, welche Wasserattraktionen und Gastronomie man anbieten will, ist noch nicht entschieden, doch einen (Wunsch-)Termin für die Eröffnung des Kombibads im Schwalbenrain hat die Stadt Rastatt schon: Am 19. Mai 2023, einem Freitag, soll die noch zu bauende neue Schwimmstätte ihre Pforten öffnen.

So zumindest sieht es der ambitionierte Rahmenplan, vor, der am kommenden Montag dem Betriebsausschuss vorgelegt wird (Sitzungsbeginn: 17.30 Uhr). Aus den Unterlagen wird klar: Die Stadtverwaltung und deren Eigenbetrieb "Bäder, Versorgung und Verkehr", der mit Projektentwicklung, Planung und Errichtung des Bads beauftragt ist, wollen das Projekt so schnell es geht durchziehen. Um den anvisierten Eröffnungstermin zu halten, sei "ein stringentes Zeitmanagement erforderlich", "eine effiziente und zügige Projektdurchführung", heißt es. Daher, so die Botschaft auch an den Gemeinderat, seien "zeitnahe Entscheidungen und Festlegungen notwendig". Das externe Projektsteuerungsbüro, das aufgrund der Aufgabenfülle hinzugezogen wird, soll Ende dieses/Anfang nächsten Jahres nach der entsprechenden Ausschreibung ins Boot geholt werden.

Noch in diesem Oktober ist der Beginn eines Bürger- und Jugendbeteiligungs-Workshops vorgesehen, in dem die künftige Ausstattung des Kombibads konkretisiert werden soll. Vorschläge zu Gastronomietyp, Anzahl der Rutschen, Höhe des Sprungturms und anderes sollen dabei konkretisiert werden. Eine Vollgastronomie sei nach erster Einschätzung einer Stuttgarter Wirtschaftsprüfungsgesellschaft "sehr umstritten", insbesondere mit Entkopplung von Öffnungszeiten, heißt es in den städtischen Unterlagen. Fest steht, dass die bestehende Badgaststätte abgerissen wird, das Grundstück werde für das Kombibad gebraucht (siehe: zum Thema). Nach der Evaluierung dieser Themenpunkte soll dann im Dezember eine Projektkostenschätzung vorgestellt werden. Zuletzt rechnete die Stadt nach "vorsichtigen Schätzungen" mit 30 bis 40 Millionen Euro.

Dabei ist auch noch eine Infrastruktur zur leistungsfähigen Verkehrsanbindung des Kombibads (und der im "Schwalbenrain" ansässigen Vereine) zu schaffen. Die Stadtverwaltung favorisiert den Neubau einer Verbindung von der L77 zwischen Rastatt und Niederbühl zur Murgtalstraße. Mit dem Regierungspräsidium habe man darüber bereits gesprochen, Gespräche mit dem Landkreis stehen noch an. Ferner werden Überlegungen zum Ausbau des Philosophenwegs angestellt, der ihn insbesondere für Fußgänger und Radfahrer sicherer machen soll, möglicherweise ist auch der Neubau der Walter-Nehb-Brücke ein Thema. Im städtischen Haushalt habe man bis 2022 insgesamt schon mal 2,2 Millionen Euro eingestellt, ohne bereits konkrete Planungen auf der Hand zu haben. Noch zu berücksichtigen sind auch in diesem Fall Hochwasserschutzmaßnahmen. Ein erstes Gespräch hat OB Hans Jürgen Pütsch derweil mit einem Vertreter der Bahn darüber geführt, ob bis zur geplanten Bad-Eröffnung im Frühsommer 2023 die Ertüchtigung der Bahnbrücke über die Jahnallee für eine Vergrößerung der Durchfahrtshöhe möglich sei.

Was das Bad selbst anbelangt, sollen noch in diesem Jahr (Dezember) ein Architektenwettbewerb starten und der kommunale Vorhaben- und Erschließungsplan auf den Weg gebracht werden. Der Kombibad-Baustart ist dann für August 2021 angestrebt.

Finanzielle und bauliche Risiken

Wie realistisch die Vorgaben sind, wird sich weisen müssen. Nicht nur die Finanzierung und Sicherstellung der erforderlich "Manpower" sind noch ungeklärt beziehungsweise ungesichert, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Aktuell ist die Baubranche ein "Verkäufermarkt", heißt es dort weiter. Das heißt: Die Preise könnten weiter steigen, Firmen nicht verfügbar sein. Ein Hochwasser - der Standort ist Überschwemmungsgebiet - könnte die Bauzeit beeinträchtigen, und weiterhin bestehe "ein Restrisiko aufgrund der Dioxin-Hintergrundbelastung" im Zusammenhang mit dem Fahlbusch-Skandal vor bald 30 Jahren. Im Frühjahr hatte die Stadt Probebohrungen beziehungsweise vorbereitende Bodenuntersuchungen angekündigt.

Unterdessen sorgt der im April gefasste Ratsbeschluss, das 50-Meter-Schwimmerbecken mit seinen acht Bahnen so umzubauen, dass bei Bedarf die Hälfte davon als Nichtschwimmerbereich genutzt werden kann, offenbar für Unruhe unter regelmäßigen Schwimmern. In einem Schreiben ans BT wird die Befürchtung geäußert, dass der Schwimmerbereich in der Praxis dadurch letztlich dauerhaft halbiert wird.

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