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Hardtwald hat besonders gelitten
Die Baumrinde ist von einem sogenannten Buchdrucker-Borkenkäfer in Beschlag genommen worden. Foto: Gangl
09.10.2018 - 00:00 Uhr
Malsch (ar) - Die Reorganisation der Forstverwaltung in Baden-Württemberg wird für die Gemeinde Malsch keine wesentlichen Veränderungen mit sich bringen. Nach Aussage von Forstbezirksleiter Thomas Rupp vom Landratsamt Karlsruhe behält Malsch seine eigene Forstverwaltung.

Malsch gehört in Baden-Württemberg zu einem der größten Waldausrichter. Der Gemeindewald umfasst eine Fläche von rund 2 500 Hektar und erstreckt sich von der Rheinebene über die Vorberge des Schwarzwalds bis zum Mahlberg. 142 Hektar im Bergwald wurden vor einigen Jahren zu einem geschützten Waldgebiet, einem sogenannten Schonwald, ausgewiesen.

Am Freitagnachmittag machten sich Bürgermeister Elmar Himmel, Vertreter des Gemeinderats und interessierte Bürger auf eine dreistündige Exkursion durch den Hardtwald westlich der Autobahn. Mit dem Fahrrad radelten die Teilnehmer mehr als 20 Kilometer von der "Äußeren Lindenhardt" über das "Kuhlager", "Eichschlag", "Obere Ghäule", "Birkenacker" bis zum "Oberen Luderbusch", wo die Ersatzaufforstungen am Kieswerk am Hardteck begutachtet wurden.

Es war eine Tour, die bereits vor zwei Jahren durch den Hardtwald führte, in diesem Jahr jedoch die weitere Entwicklung veranschaulichen sollte. Dass dabei zweimal die verkehrsreiche B3 überquert werden musste, sorgte bei den Teilnehmern lediglich für erhöhten Pulsschlag.

Im Bereich der "Äußeren Lindenhardt" wurde vor zwei Jahren eine Teilfläche von 1,7 Hektar mit Roteichen bepflanzt. David Wipfler, Leiter der Forstabteilung Malsch und zuständig für das Revier 7, Malsch-Sulzbach, erklärte, dass die Pflanzlöcher mit Erdbohrern vorgebohrt, die Pflanzen gemeinsam mit den Jägern gesetzt und gleichzeitig Verbissschutz angebracht wurde. Trotz der Trockenheit in diesem Jahr seien die Pflanzen gut angewachsen, resümierte Wipfler.

Der Hardtwald habe aufgrund seiner Sand- und Kiesböden besonders unter dem Wassermangel gelitten, erklärte Rupp. "Die Folgen des Trockenjahres können jedoch erst im Frühjahr abgeschätzt werden." Schon jetzt sind Kronenrückbildungen und Dürrastbildung sowie frühzeitige Herbstverfärbung erkennbar. Um auf die Klimaveränderungen zu reagieren, werden deshalb im Hardtwald insbesondere Roteichen, Eichen und Douglasien gepflanzt. "Hiermit legen wir den Grundstock für die nachfolgenden Generationen", fügte David Wipfler hinzu.

Eine Herausforderung für die Gemeinde Malsch stellen die Verkehrssicherungsmaßnahmen entlang der Autobahn dar. Nun bestand durch die Baumaßnahme auf der A5 die Möglichkeit, einen rund 300 Meter langen Gefahrenbereich komplett zu roden. Eingeschlagen wurden insgesamt 330 Festmeter Roteichen, wie Wipfler informierte. "Die Wirtschaftlichkeit tritt hier in den Hintergrund, wir haben die Aufgabe der Verkehrssicherheit", so der Forstleiter. Geplant ist nun die Neupflanzung von Sträuchern, sowie eines Eichenmischwalds, so dass insgesamt ein stabiler und naturnaher Waldrand mit Maschinenweg aufgebaut werden kann.

Ein erfreuliches Resultat aus der Verlegung einer neuen Leitungstrasse der Gasversorgung für Malsch waren eine ein Hektar große Eichenaufforstung als Ersatz sowie die Schaffung eines kleinen Radwegs bis nach Bruchhausen, erklärte Wipfler.

Wie aktiv die Borkenkäfer, insbesondere auch die sogenannten Buchdrucker in diesem heißen Jahr sind, erklärte Hans Carl Steinfatt, Leiter des Reviers Völkersbach-Waldprechtsweier. Auf insgesamt rund drei Hektar Fläche mussten Fichten unplanmäßig entnommen werden, rund 1 100 Festmeter Fichtenholz, sogenanntes Käferholz, musste aufgearbeitet werden, so Steinfatt. Die Aufforstung soll mit Douglasien erfolgen.

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