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Emissionsfrei und sehr leise
Die VERA-Geschäftsführer Jürgen Matheis (links) und Olaf Kaspryk sind gespannt, ob sich der Elektrobus im Praxistest bewährt.  Foto: Linkenheil
17.10.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (sl) - Im Stadtverkehr ist seit gestern ein Elektrobus im Einsatz. Er wird zunächst für 14 Tage probeweise auf der Innenstadtlinie 239 der Verkehrsgesellschaft Rastatt (VERA) unterwegs sein. Die VERA-Geschäftsführer Jürgen Matheis und Olaf Kaspryk versprechen sich von dem Test praktische Erfahrungen, um besser abwägen zu können, ob sich ein stärkerer Einstieg in eine elektrobetriebene Busflotte lohnt.

Derzeit besteht die VERA-Flotte aus elf Dieselbussen. Mit rund 500000 Euro ist ein Elektrobus in etwa doppelt so teuer wie ein Dieselbus der Euronorm sechs, rechnet Matheis vor. Die Betriebskosten sollten indes in etwa gleich sein, Genaueres soll aber jetzt die Testphase zeigen. Für die Erprobung habe man sich für ein polnisches Fabrikat entschieden, aber auch bei deutschen Herstellern will man sich umschauen, dafür aber noch die Marktentwicklung abwarten.

Der Bus, der nun für zwei Wochen im Einsatz ist, diente von April bis Oktober als Pendelbus bei der Landesgartenschau in Lahr und bewies dort, dass die vom Hersteller angegebene Reichweite von 150 Kilometern stimmt. Dann allerdings muss der Elektrobus für mindestens vier Stunden ans Starkstromladekabel. Ein Diesel wäre in wenigen Minuten getankt. In Rastatt will man die Akkus über Nacht wieder aufladen. Eine Ladung reiche für die Fahrten eines Tages aus, hieß es. Schwieriger könnte es mit der Wartung eines solchen Gefährts werden, erklärt Kaspryk. Man brauche auf jeden Fall einen Starkstromelektriker. Auch wie sich die Akkus im Dauerbetrieb verhalten, ob sie irgendwann schwächer werden und dann ersetzt werden können, müsse die Zukunft noch zeigen. Die Zeit sei dennoch reif für eine Erprobung.

Von ihren Erdgasbussen hatte sich die VERA nach 20 Jahren schon Ende 2015 verabschiedet. Letztlich hatten die Erdgasbusse die Dieselfahrzeuge in Sachen CO2-Ausstoß nur knapp geschlagen. "Außerdem ist ja Erdgas auch ein fossiler Brennstoff", argumentiert Matheis. Die beiden Geschäftsführer gehen davon aus, dass sich der Elektroantrieb in Zukunft durchsetzen wird.

Der Elektrobus ist für 70 Fahrgäste ausgelegt, er bietet 34 reguläre Sitzplätze und vier Notsitze. Der Bus verfügt über WLAN, USB-Steckdosen, Neigetechnik, eine Rollstuhlrampe, eine Klimaanlage (die allerdings erst bei 25 Grad anspringt) und einen Flachbildschirm, um die Fahrstrecke anzuzeigen.

Der Elektrobus stößt keine Schadstoffe aus und fährt sehr geräuscharm, darauf sollten Passanten gefasst sein. Auch das Fahrgefühl ist für die Fahrer ein bisschen anders, erklärt Matheis, der den Bus persönlich Probe gefahren ist. Es handelt sich um ein Fahrzeug der Südwestdeutschen Verkehrs-Aktiengesellschaft (SWEG). Nach Rastatt soll der Bus mehrere Wochen im Raum Ettlingen unterwegs sein - ebenfalls zur Probe.

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