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Wohnbebauung nun doch möglich
In der Wilhelmstraße entsteht neben dem Gewerbegebiet nun auch ein Mischgebiet (rechte Seite). Foto: Hliza
17.10.2018 - 00:00 Uhr
Muggensturm (hli) - Mehr als 20 Jahre lang beschäftige das Gebiet rund um den Sportplatz in der Wilhelmstraße die Gemeinde Muggensturm immer wieder, erinnerte Bürgermeister Späth in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Mit dem Bauantrag, in der Wilhelmstraße 42c ein Einfamilienwohnhaus und Garagen zu errichten sowie bestehende Nebengebäude abzubrechen, kam das Thema erneut aufs Tableau.

Der Sitzungsunterlage zufolge hatte der Technische Ausschuss das Vorhaben, das ein Gemeinderatsmitglied umsetzen will, im März genehmigt. Grund dafür war, dass direkt neben dem Grundstück bereits Wohnbebauung vorhanden ist. In darauffolgenden Gesprächen mit dem Landratsamt sei jedoch deutlich geworden, dass eine Genehmigung von Wohnbebauung in dem Gebiet nicht erteilt werden könne. Grund dafür: die räumliche Nähe zum Gewerbegebiet "Wilhelmstraße" sowie dessen Einbeziehung.

Daraufhin suchte man nach einer Lösung, die nun im Gemeinderat präsentiert wurde: Mit einem Bebauungsplanverfahren will die Gemeinde verträgliches Wohnen in direkter Nachbarschaft zum Gewerbe und den Sportanlagen ermöglichen. "Mischgebiet Wilhelmstraße Mitte" nennt sich dieser Plan. Das Gebiet ist laut Unterlagen 1,1 Hektar groß. Im Norden wird es von der Wilhelmstraße begrenzt, im Westen schließen sich die Sportplätze der örtlichen Vereine an. Im Süden begrenzen Gehölzflächen das Gebiet. Mit einbezogen ist der Bereich Wilhelmstraße 44 sowie der Bauhof/das technische Betriebsgebäude. Da es sich um ein Mischgebiet handelt, sind künftig neben Wohngebäuden unter anderem Büros, Tankstellen oder Gartenbaubetriebe zulässig, heißt es im Bebauungsplan. Aufgestellt werden soll das Werk im beschleunigten Verfahren, erläuterte Hauptamtsleiter Claus Gerstner dem Gremium.

Walter Jüngling (SPD) stellte die "großen Chancen" für die Gemeinde heraus, die durch die Aufstellung des Plans entstünden. Man grenze so das Gewerbegebiet Richtung Ort ab. Nicht zufrieden war er mit der Vorgabe, dass Einfriedungen in einer Höhe von 1,80 Metern zulässig seien. Bürgermeister Späth betonte jedoch, dass es eine gewisse Abgrenzung zum Sportplatz bedürfe, da hätten 1,20 oder 1,40 Meter keinen Sinn. "Das Landratsamt hat eine adäquate Abgrenzung aus Schallschutzgründen empfohlen", pflichtete Hauptamtsleiter Gerstner dem Rathauschef bei. Man nehme die Anregung mit, vielleicht gebe es eine bessere Lösung, versprach Späth. Anschließend stimmte der Gemeinderat einvernehmlich für die Aufstellung des Bebauungsplans. Die Verfahrenskosten dafür trägt den Unterlagen zufolge der Antragsteller.

Ohne weitere Wortmeldungen wurde danach ebenso für das Bauvorhaben in der Wilhelmstraße 42c votiert. Der Antrag geht nun weiter ans Landratsamt, das über die Genehmigung letztendlich entscheiden wird.

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