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Haussegen bei den Tierschützern hängt mal wieder schief
Wer ins Tierheim will, muss sich bis auf Weiteres wegen der Notbesetzung zuvor telefonisch anmelden.  Foto: Burkart
22.10.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (saa) - Große Unstimmigkeiten prägten am Freitag die Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins. Aufgrund personellen Mangels wird das Tierheim seit Anfang August im Notbetrieb geführt. Die neu eingeführten Maßnahmen sorgten für Debatten zwischen den Mitgliedern und der Vorsitzenden Sibylle Fritz. Am Ende der Sitzung legten neben den Beisitzern auch Kassiererin Renate Speck und Schriftführerin Marion Preißler ihr Amt nieder.

Für eine zunächst erfreuliche Nachricht sorgte Tierheimleiterin Silke Vierboom: Im Jahr 2017 konnte für 48 Hunde ein neues Zuhause gefunden werden. Des Weiteren wurden 167 Katzen und 100 Kleintiere vermittelt. Für das kommende Jahr möchte man sich vor allem auf den Bau eines Sonnen- und Regenschutzes in den Hunde-Ausläufen konzentrieren, sagte der stellvertretende Vorsitzende Thomas Fritz, Ehemann der Vorsitzenden. Außerdem werden größere Ausläufe für Kleintiere im Hasenzimmer errichtet.

Sibylle Fritz berichtete über ihr erstes Jahr als Vorsitzende. Das Jahr 2018 brachte einige Hürden mit sich: Im Frühjahr meldete sich das Ordnungsamt beim Tierheim. Die im gegenüberliegenden Waldstück errichteten Unterschlüpfe für Katzen wurden von der Stadt nicht weiter toleriert und mussten entfernt werden. Eine besonders große Herausforderung stellte der Umgang mit verhaltensauffälligen Hunden für die Mitarbeiter dar. Da es im vergangenen Jahr zu Beißvorfällen kam, mussten dementsprechende Maßnahmen eingeführt werden. So durften verhaltensauffällige Hunde nur noch mit Maulkorb an Gassigänger übergeben werden, was viele Mitglieder stark kritisierten. Zudem wurden Ende Juli mit vier Angestellten die Arbeitsverhältnisse beendet. Seitdem arbeitet das Tierheim mit minimaler personeller Besetzung. Dies hatte zur Folge, dass seit Anfang August ein Notfallplan greift: Das Tierheim öffnet nur noch auf Anfrage für Besucher. Des Weiteren werden keine Hunde mehr zum Gassigehen ausgehändigt. Vierboom versicherte zwar, dass alle Hunde auf dem Tierheimgelände genügend Auslauf bekämen, trotzdem sorgte diese Maßnahme für große Empörung. Für langjährige Gassigänger sei die Regelung äußerst ungerecht, hieß es aus den Reihen der Mitglieder.

Fritz betonte, dass der Notfallplan nur eine vorübergehende Maßnahme sei, um trotz des personellen Mangels das Tierwohl nicht zu gefährden. Neueinstellungen von ausgebildetem Personal stünden kurz bevor. Insgesamt wurde an diesem Abend das soziale Miteinander zwischen den Mitgliedern und der ersten Vorsitzenden sehr stark kritisiert. Auch innerhalb der Vereinsleitung kam es im vergangenen Jahr zu unüberwindbaren Konflikten, weshalb mit Beendigung der Sitzung sechs Vorstandsmitglieder ihr Amt niederlegten.

Eine Lösung für die Differenzen konnte während der Jahreshauptversammlung nicht erarbeitet werden.

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