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Aktiv an der Z ukunft Hügelsheims mitgearbeitet
Bei den Teilnehmern rauchen die Köpfe: Was gefällt ihnen an Hügelsheim und was sollte anders sein? Foto: Schmidhuber
29.10.2018 - 00:00 Uhr
Hügelsheim (sch) - "Wenn ihr die Hütte bis zum Frühjahr sauber haltet, dann gibt es eine neue" - da waren die Jugendlichen baff. Beim Kinder- und Jugendhearing nahm der Hügelsheimer Bürgermeister Reiner Dehmelt die 14- bis 18-Jährigen spontan in die Pflicht und schuf damit wohl eine klassische "Win-win-Situation". Als Gegenleistung versprach er, den in die Jahre gekommenen Unterstand beim Jugendclub zu erneuern.

Im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) Hügelsheim 2040 hatte die Gemeinde am vergangenen Freitag zum Kinder- und Jugendhearing eingeladen. Es war wohl dem frühen Beginn geschuldet, dass sich erst im Laufe des Nachmittags rund 15 Kinder und Jugendliche einfanden, die aktiv an der Zukunft ihrer Heimatgemeinde mitarbeiten wollten. In zwei Workshops - für Teilnehmer von acht bis 13 Jahre und von 14 bis 18 Jahre - wollten Katrin Hansert und Simone Wild vom beauftragten Planungsbüro in Erfahrung bringen, wo den Hügelsheimer Nachwuchs der Schuh drückt. Bei seiner Begrüßung versprach Rathauschef Dehmelt, dass man versuchen werde, "Eure Wünsche zu erfüllen und umzusetzen".

Bevor man sich in die eigentliche Gruppenarbeit stürzte, durften die Kinder mit Pins auf einer Hügelsheim-Karte ihren genauen Wohnort markieren. Auch die in etwa hälftige Beteiligung zwischen Altort und Siedlungen zeigte, dass der Slogan des Projekts "Zusammenwachsen" richtig gewählt war. Zudem scheint man beim Nachwuchs überaus zufrieden mit den örtlichen Gegebenheiten. Die Jugendlichenbenoteten den Punkt "Mir gefällt es hier" fast ausschließlich mit den Schulnoten eins und zwei.

Beim Kinderworkshop schaffte es Simone Wild zusammen mit Schulsozialarbeiterin Jessica Hillert, von den jungen Akteuren offen, spontan und ungefiltert deren Sicht der Dinge zu erfahren. Und so gab es auf die Aussage "Ich bin gerne in Hügelsheim, weil..." die Ergänzungen "...es eine Eisdiele gibt" oder "...meine Freundinnen hier wohnen" oder auch "...es Aldi und dm-Markt gibt". Insgesamt ginge man auch gerne ins Turnen, wünsche sich einen Skaterplatz und ein Schwimmbad. Auf der Negativseite bemängelte man "die lange Wartezeit an der Ampel" und "viele Autos im Bruchweg". Auch solle der Schulhof mit einem Spiel- und Klettergerüst ausgestattet werden.

Eine gänzlich andere Sicht der Dinge gab es bei den 14- bis 18-Jährigen, die den Bau einer Skateranlage rundweg ablehnten. Vielmehr wolle man mehr Bänke und Aufenthaltsmöglichkeiten in den Siedlungen und einen Hockey- oder Soccerplatz.

Apropos Aufenthaltsmöglichkeiten: Mehr Schandfleck als einladender Treffpunkt ist inzwischen der Unterstand in der Nähe des Jugendclubs geworden. Vandalismus, Schmierereien und jede Menge Glasscherben bieten ein ziemlich heruntergekommenes Bild. "Ich werde selbst kontrollieren, ob Ihr den Unterstand sauber haltet", machte Dehmelt bei seiner Offerte an die Jugendlichen klar. Bis zum 1. April laufe die Testphase.

Dem Wunsch nach einer Badeinsel im Erländersee musste der Rathauschef eine Absage erteilen. "Der See muss so bleiben, wie er jetzt ist. Es darf nichts zur Bespaßung auf dem See sein", so seine klare Aussage dazu.

Ausführlich wurde auch das Thema verkehrliche Anbindungen diskutiert, wobei man "eine abgestimmte Taktung im Busverkehr" vermisse. Zusammen mit Sozialarbeiterin Angelika Schlageter konnte Katrin Hansert den Wunsch nach einem Anruflinientaxi nach Rastatt, einem Fitnessparcours, einem Biergarten im Ort oder auch nach W-LAN notieren. Keine Probleme habe man mit dem Lärmfaktor Flughafen.

Zur Frage der Schulsituation positionierte sich Rathauschef Dehmelt nochmals eindeutig: "Wenn es so (bei den Schülerzahlen) weitergeht, werden wir in ein paar Jahren keine Werkrealschule mehr haben".

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