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"Die Herbstfreizeit ist wie Heimkommen"
'Die Herbstfreizeit ist wie Heimkommen'
06.11.2018 - 07:30 Uhr
Rastatt (red) - Spaß im Herbst? Das muss nicht immer eine Halloweenparty sein. Dies bewies auch dieses Jahr wieder das Team der Petrusgemeinde Rastatt bei der 30. Herbstfreizeit, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Um die 100 Teilnehmer ab 13 Jahren und Mitarbeiter tummelten sich von Freitag bis Montag im Gemeindezentrum. Den Auftakt bildete ein Krimiabend unter der Leitung von Mario Wisbar und Team.

Mit großem Engagement und Aufwand wurde ein kriminaltechnisches Setting geboten: Die Teilnehmer durften der ",Polizei" beim Ermitteln helfen und dabei Fingerabdrücke vergleichen, den Fundort der "Leiche" nach Suren absuchen, Zeugen befragen und Vermutungen anstellen. Nach rund drei Stunden war der Fall gelöst, und man konnte beruhigt in die Sporthalle der Gustav-Heinemann-Schule gehen.

Dort war das Nachtlager der Jugendlichen, die dort noch einen Feierabendclub mit Aktionen und allerlei Süßigkeiten vorfanden. Das Hallenteam wurde angeführt von Florian Zug, ein Hauptverantwortlicher der gesamten Freizeit. "Wir hatten viel Spaß beim Ausklang in der Sporthalle. Wer will schon gleich schlafen? Deswegen gab es noch abwechslungsreiche Angebote vor dem Zubettgehen. Das Angebot wurde sehr gerne angenommen", berichtet er.

Am Samstag und Montag wurden Seminare angeboten, bei denen Themen wie "Gnade und Recht" oder "Superhelden" geboten wurden. Dabei wurde heiß diskutiert über Fragen, die sich im Glaubensleben stellen wie Zweifel, Durchhaltevermögen und Umgang mit Schuld. Nach diesen geistigen Aktivitäten wartete am Nachmittag das Wahlprogramm: Gruppenweise wurde gebastelt, Theater gespielt, und es wurden diverse sportliche Aktivitäten ausprobiert. Ein Höhepunkt war auch der Besuch der Filmstudios des SWR mit Privatführung.

Am Sonntag ging es ins Alohra zum legendären Schwimmbadabend. Das Bad wird seit Jahren schon an diesem Abend ganz in die Hände des Spaßteams der Petrusgemeinde gegeben, heißt es weiter. Bei Wettbewerben und Raufspielen, aber auch im Wellnessbereich und an der alkoholfreien Cocktailbar fand jeder seinen Spaß.

Was aber auch das Profil dieser Freizeit ausmacht, ist die allabendliche Runde in der Kirche, bei der Mitarbeiter ihre Sicht auf den Glauben, kleine Geschichten und Lieder mit allen teilen. Unvergesslich ist das Abschlussritual, bei dem sich alle an den Wänden der Kirche entlang aufstellen, die Hände reichen und das Abschlusslied "Reicht Euch die Hand" singen. Spätestens dann kommen den ",alten Hasen" Erinnerungen an frühere Freizeiten. Martin Kirchner, einer der Hauptverantwortlichen, beschreibt das so: "Die Herbstfreizeit ist Anlaufstelle für alle aktuellen und früheren Jugendleiter und so ein großes Wiedersehen. Gleichzeitig stellt sie den Kontakt zur neuen Konfirmandengruppe her, erleichtert ihnen den Einstieg ins Gemeindeleben und zeigt ihnen, dass der Glaube an Jesus Christus auch modern und mit Spaß verbunden sein kann. Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie innerhalb von 72 Stunden eine Gruppe von etwa 100 Menschen so gut zusammenwachsen kann."

Die Verpflegung für die große Gruppe wurde von Miriam Berbig und Team sichergestellt. Täglich drei Mahlzeiten forderten Höchstleistungen. Mancher nahm sich extra Urlaub, um seinen Beitrag beizusteuern. Pfarrerin Sandra Alisch, frühere Konfirmandin der Petrusgemeinde und heute in Rauenberg aktiv, kam mit einer Konfirmandengruppe als externe Besucherin. Sie bestätigte: "Die Herbstfreizeit ist wie ein Heimkommen. Viele alte und neue Gesichter. " Pfarrerin Alisch bereicherte die Freizeit mit einem bewegenden Gottesdienst und einem Seminar.

Dass diese Freizeit im nächsten Jahr eine Wiederholung findet, wurde noch am Montagabend sichergestellt: Nach dem Aufräumen und der Abfahrt der Teilnehmer setzten sich etwa 20 Mitarbeiter im Alter von 15 bis 60 Jahren zusammen und planten schon das Programm für 2019.

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