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Erst neue Brauerei, dann Hotel
14.11.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Die Brauerei Franz wird offenbar von ihrem eigenen Erfolg überrollt und muss deshalb ihr Prestige-Projekt, den Bau eines Vier-Sterne-plus-Hotels, verschieben. Vorrang hat zunächst der Ausbau der Brauerei, sagt Unternehmenschef Wolfgang Scheidtweiler.

Der Franz-Chef ist als echter Macher bekannt, den gerade das reizt, was andere nicht für machbar halten. Aber bei der Überplanung der Rastatter Traditionsbrauerei kann man mittlerweile doch einen leichten Seufzer aus seinen Worten heraushören. Mittlerweile ist man beim fünften Entwurf angelangt, um das Unternehmen angemessen für die Zukunft zu rüsten.

Der Grund ist ein erfreulicher: Die Menschen trinken Franz-Bier mehr denn je. Scheidtweiler rechnet damit, dass man in diesem Jahr auf eine Produktionsmenge von 23 000 Hektolitern kommt. Zum Vergleich: Als er das Unternehmen übernahm, lag der Absatz bei 7 000 Hektolitern. Mittlerweile hat Franz zwar nach eigenen Angaben den Mangel an Leergut im Griff. Aber: "Jetzt haben wir Kisten, aber nicht genügend Bier", sagt Scheidtweiler.

Umso mehr soll die Erweiterung der Brauerei forciert werden. Angepeilt wird jetzt eine Kapazität von bis zu 40 000 Hektolitern. Das bedeutet: Ein Neubau muss her, über dessen Ausmaß man mit der Stadtverwaltung spricht. Bis Ende 2019 soll die neue Brauerei in Betrieb gehen, so dass man, so der aktualisierte Zeitplan, im Frühjahr 2020 dann mit dem Bau des Hotels beginnen will.

Dass die Brauerei Franz möglicherweise darunter leiden könnte, weil Scheidtweiler sich mittlerweile auch die Karlsruher Konkurrenz Hatz-Moninger einverleibt hat (wir berichteten), weist der Unternehmer vehement zurück. Scheidtweiler verspricht sich allerdings einige Synergieeffekte: So sollen die Franz-Hauptsorten ab dem kommenden Jahr bei Hatz-Moninger abgefüllt werden und nicht mehr bei Palmbräu in Eppingen. Außerdem könne man das Labor in Karlsruhe nutzen und habe durch den Verbund mehr Flexibilität bei personellen Engpässen. Auf das in der Barockstadt mit Wasser aus dem eigenen Brunnen gebraute Bier setzt Scheidtweiler um so mehr, nachdem bei einer erneuten Analyse sich bestätigt hat, dass das Wasser nicht mit PFC belastet ist. Mehr denn je ist der Unternehmer überzeugt: "Bier braucht Heimat." Die steigende Beliebtheit des regionalen Produkts will sich Franz übrigens auch in der Produktpalette zunutze machen. Ein Erfolgsmodell von Palmbräu will Scheidtweiler auch in Rastatt umsetzen. Sobald die Kapazitäten in Rastatt stimmen, wird es bei Franz zusätzlich ein "Bier des Monats" geben.

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