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"Kernsanierung" für 6,1 Millionen Euro
'Kernsanierung' für 6,1 Millionen Euro
15.11.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - Voraussichtlich rund 6,15 Millionen Euro (ohne Möblierung) kostet den Landkreis Rastatt der Umbau des Gebäudes Lyzeumstraße 23, das früher einmal das Kreis-Sozialamt beherbergt und zuletzt als Flüchtlingsunterkunft gedient hatte, in eine neue Außenstelle des Landratsamts. Die nun vorgelegte Kostenschätzung liegt damit um knapp eine Million Euro höher als die Summe, von der man in der Machbarkeitsstudie im Sommer 2017 ausgegangen war.



Grund: Die weiterentwickelte Planung, die dem Bauausschuss am Dienstag präsentiert wurde, enthält zusätzliche Leistungen und berücksichtigt die Baupreisesteigerung. Das Gremium trägt dies mit. Die Frage, ob Abriss und Neubau an dieser Stelle nicht wirtschaftliche wäre, beantwortete sich mit dem Verweis darauf, dass die Studie damals elf Millionen Euro für eine Neubaulösung genannt hatte - eine Zahl, die heute wohl auch entsprechend überschritten wäre.

Notwendig ist die neue Außenstelle aufgrund der durch zusätzliche Aufgaben entstandenen akuten Raumnot im Landratsamtsgebäude (wir berichteten). In die Lyzeumstraße ziehen werden der Abfallwirtschaftsbetrieb (Erdgeschoss und Teile des ersten OG) und, wie nun mitgeteilt wurde, die Allgemeinen Sozialen Dienste Rastatt und Umland (Teile des ersten OG und Dachgeschoss). 62 Arbeitsplätze (inklusive sechs Reserveplätze und einem Beratungsplatz) werden in dem Gebäude geschaffen, im Haupthaus werden dadurch 54 Arbeitsplätze wieder freigemacht. Neben Technik, Registratur- und Lagerräumen bekommt im Untergeschoss in der Lyzeumstraße nun das Kreisarchiv noch rund 150 Quadratmeter Lagerfläche. Um das Gebäude fit zu machen für die Anforderungen, sind weitreichende Arbeiten erforderlich. Die Planer, die dem Ausschuss die Entwürfe vorstellten, sprechen von einer Kernsanierung, auch unter energetischen Gesichtspunkten. In diesem Zuge wird das Gebäude auch komplett barrierefrei. Geplant sind unter anderem eine Rampe zum Haupteingang, automatische Schiebetüren beim dortigen Windfang sowie ein Aufzug vom Unter- bis zum Dachgeschoss.

Mit den Worten "Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit" kommentierte Landrat Jürgen Bäuerle die Tatsache, dass das Vorhaben nun rund ein halbes Jahr später als geplant Gestalt annimmt. Im ersten Halbjahr 2019 sollen zwar die vorbereitenden Arbeiten beginnen - so müssen zum Beispiel Schadstoffe beseitigt werden -, eigentlicher Baubeginn ist nun aber für September 2019 anvisiert. Im Juni 2020 sollen die Mitarbeiter dann einziehen können.

Für eine kurze Debatte sorgte lediglich die Parkplatzfrage. 17 Stellplätze sind geplant - Hartwig Rihm (CDU) sah das als problematisch an angesichts von 62 Arbeitsplätzen plus Besucherverkehr. Landrat Bäuerle wies darauf hin, dass die Arbeitsplätze ja nicht neu geschaffen, sondern lediglich verlagert würden. Wer dort einzieht und bereits einen Stellplatz in der Landratsamtstiefgarage hat, soll diesen behalten. Zudem wäre es möglich, Mitarbeiterparkplätze in der nahen Garage der Schlossgalerie anzumieten; auch der geplante Parkhausneubau am Klinikum sei eine Option.

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