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Ärger über Hundehalter
Ärger über Hundehalter
15.11.2018 - 00:00 Uhr
Durmersheim (HH) - Sorgen um das friedliche Miteinander im Ort wurden unlängst im Gemeinderat geäußert. "Sozialer Sprengstoff" wurde befürchtet, wenn es so weiter gehe. Bei der Ursache, die gemeint war, handelte es sich um den ruhenden Verkehr. Das Parken auf der Straße werde immer mehr zum Störfaktor. Das Gleiche ließe sich von einem anderen Thema sagen, über das ebenfalls oft Ärger bekundet wird. Es wurde am Ende der Sitzung in der Einwohnerfragestunde von einem Bürger mit Nachdruck zur Sprache gebracht. Wieder einmal.





Egal wo er mit seiner kleinen Tochter spazieren gehe, überall lauerten Hinterlassenschaften von Hunden. Auf manchen Strecken sei man gezwungen, Slalom zu laufen. Als Beispiel nannte der Familienvater einen Fußweg, der von der Brunnenstraße zum Federbach und weiter in Richtung des neuen Friedhofs führe. Spreche man Tierhalter nach dem frisch verrichtetem Geschäft ihrer Vierbeiner an, könne man froh sein, nicht bedroht zu werden. Die Ausreden reichten bis zu der Behauptung, der Hund habe Durchfall, man könne die Fäkalien nicht beseitigen.

Die von der Gemeinde aufgestellten Tütenbehälter seien ein Witz, zweifelte der junge Mann deren Nutzen an. Bürgermeister Andreas Augustin wusste wenig Rat. Hundehaufen seien ein schwieriges, bestens bekanntes Problem. Einen anderen Lösungsansatz als die Aufstellung von Beutelspendern habe er nicht. Der Kritiker machte den Vorschlag, die Hundesteuer so stark anzuheben, dass die Gemeinde jemanden einstellen könne, um den Hundekot zu beseitigen.

Dies könnte gerade zum Gegenteil führen, befürchtete Augustin. Hundebesitzer könnten sich mit Verweis auf die Steuererhöhung zur Personalfinanzierung nicht mehr zuständig fühlen. Der Bürger ließ nicht locker. Politikern warf er vor, nicht entschieden genug gegen das Übel vorzugehen. Sie trauten sich nicht, weil sie wieder gewählt werden wollten. Er gab sich überzeugt, dass mutige Volksvertreter große positive Resonanz ernten würden: "Sie wären überrascht."

Ein Betätigungsfeld fände sich auch unmittelbar vor dem Ratssaal. Die Grünflächen beim Rathaus sind täglich Ziel von Haltern und Hunden, bevorzugt im Dunkeln. Ein paar Tage vor der Sitzung mit dem Hundethema konnte am helllichten Tag zugesehen werden, wie ein mittelgroßer schwarzer Vierbeiner gegenüber dem Bürgersaal in einem Blumenbeet an der Friedhofsecke unter den Augen des Gassibegleiters den Rücken krümmte, um sich zu erleichtern. Ohne sich um das Ergebnis zu scheren, spazierten sie weiter.

Die Friedhöfe in der Hardtgemeinde selbst scheinen vor Hundebesuchen auch nicht mehr sicher. Auf dem Würmersheimer Gottesacker streunte vor einigen Wochen ein struppiges Geschöpf querbeet über die Gräber. Frauchen war mit Pflanzarbeiten beschäftigt.

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