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Platz im Kinderhaus reicht nicht aus
Platz im Kinderhaus reicht nicht aus
16.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Bischweier - Die Kindergartenkinder sind zwar bereits am 20. Juli in das umgebaute und renovierte Kinderhaus "Regenbogen" eingezogen, für die Verwaltung ist die Baumaßnahme allerdings noch nicht abgeschlossen. Bei der Bauabnahme wurden mehrere Mängel festgestellt, die noch nicht vollständig behoben sind, wie in der Gemeinderatssitzung am Montag bekannt wurde.



Mängel gibt es zum Teil noch bei den Blechnerarbeiten, in den Bereichen Heizung/Lüftung/Sanitär und Elektro. Daneben wurde bei der sicherheitstechnischen Abnahme nach den berufsgenossenschaftlichen Anforderungen und des Arbeitsschutzgesetzes mehrere Mängel festgestellt, die unbedingt zu beseitigen sind.

Hier entsprechen insbesondere die Fluchttüren aus den Gruppenräumen nicht dem Bau- und Arbeitsstättenrecht. Sie sind falsch herum montiert und lassen sich deshalb nicht in Fluchtrichtung zum Ausgang hin öffnen.

Die Fluchttür aus dem Schlafraum kann bei einem Stromausfall, zum Beispiel bei einem Brand, bei heruntergelassener Jalousie nicht geöffnet werden.

Beim aus zwei Doppel-Türen bestehenden Haupteingang fehlt ein sogenannter Panikriegel. Die Verwaltung steht als Betriebs- und Einrichtungsträger voll in der Haftung. Daher wurde Architekt Rolf Hobaum von ihr aufgefordert, dazu eine Stellungnahme abzugeben. Wie Bürgermeister Robert Wein in der Ratssitzung mitteilte, liegt der Architekt mit der Gemeinde wegen seiner Honorarforderungen im Streit. Eine mehrfach angebotene einvernehmliche Lösung sei von ihm abgelehnt worden. Die Antwort seines Anwalts werde nichtöffentlich behandelt. Die Verwaltung habe daher einen IHK-Sachverständigen für Architektenhonorare und einen Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht eingeschaltet, erklärte Wein.

Die Gemeindeverwaltung und der Bürgermeister wurden von den Räten beauftragt, die notwendigen Arbeiten weiterhin mit hoher Priorität zu betreiben. Der Sachverhalt mit den Ergebnissen des Sachverständigen zum Honorar und des Fachanwalts werden der Rechtsaufsichtsbehörde zur Prüfung vorgelegt. Danach wird der Gemeinderat erneut über das Thema beraten und beschließen, wie weiter vorzugehen ist. Erst wenn alle Mängel vollständig abgearbeitet sind und das Architektenhonorar feststeht, können die Gesamtkosten des Projekts zuverlässig ermittelt werden.

Daneben beschäftigte das Kinderhaus "Regenbogen" die Gemeindeverwaltung auch in anderer Hinsicht: Im Rahmen der Bedarfsplanung wurde nämlich inzwischen deutlich, dass ein großer Bedarf nach einer dritten Gruppe für Kinder unter drei Jahren (U 3-Bereich) besteht. Als Ergebnis wurden zwei kurzfristige Lösungsmöglichkeiten dargestellt: Unterbringung der Kleinkinder im Erdgeschoss des Dorfhauses oder in einem Container auf dem Kindergartengelände.

Langfristig ist mit Blick auf die Erschließung des Winkelfelds und eine sich abzeichnende erhöhte Betreuungsnachfrage im Kleinkinderbereich ein Anbau an das frisch sanierte Kinderhausgebäude geplant. Ein entsprechender Planungsauftrag wurde bereits an ein Architekturbüro erteilt.

Da die räumlichen Voraussetzungen im bisherigen Ausweichquartier noch vorhanden sind, werden für die Einrichtung einer Krippengruppe nur geringe Investitionen in Höhe von rund 20 000 Euro erforderlich (Wickeltisch, Trennwände und Umbau WC-Anlage). Die Containermiete würde für die Mindestmietzeit von zwei Jahren 108 000 Euro betragen. Das Ratsgremium entschied sich vor diesem Hintergrund für die Lösung im Dorfhaus und beschloss, dort eine dritte Gruppe einzurichten. Zwei Gruppen ziehen als Übergangslösung in das bisherige Ausweichquartier.

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