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Einnahmeplus dank Fördergeld
Einnahmeplus dank Fördergeld
01.12.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (sl) - "Nicht nur die künstlerische, auch die wirtschaftliche Bilanz des tête-à-tête 2018 ist positiv", freute sich Bürgermeister Arne Pfirrmann am Donnerstagabend in der Kulturausschusssitzung des Rastatter Gemeinderats. Damit meinte er freilich nicht, dass die Stadt mit dem Festival Geld verdient, denn unterm Strich bleibt ein Defizit von rund 474 000 Euro, mit dem man allerdings gerechnet hatte. Ein Einnahmeplus gegenüber 2016 ist ausschließlich auf Fördergeld zurückzuführen.


Vom 29. Mai bis zum 3. Juni hatte das tête-à-tête sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert. 46 Künstlergruppen aus 16 Nationen reisten an, um sich in über 250 Einzelshows zu präsentieren. Schwerpunkte waren das EU-Projekt "Power of Diversity", das Format "Dein Style" für junges Publikum und junge Artisten sowie die Etablierung des Festivals als Fachkongress für zeitgenössisches Straßentheater in Deutschland. Ein Glanzlicht war auch die Percussion-Feuershow der Gruppe "Les Commandos Percu" im Ehrenhof.

Als vollen Erfolg wertete die organisatorische Leiterin Christina Hernold die Jubiläumsausgabe des Straßentheaterfestivals. Den Besucherzustrom schätzt sie auf rund 80 000 Menschen. Die zahlreichen ehrenamtlichen Kräfte seien längst nicht nur mehr "Helfer", sondern unverzichtbare Mitarbeiter. Zahlreiche neue und auch jüngere Kräfte kamen dazu, berichtete sie. Der Förderverein unterstützte - neben seinem Einsatz am Infostand - das Festival mit 58 000 Euro. In dieser Summe war eine Einzelspende in Höhe von 40 000 Euro enthalten.

Das Defizit, das die Stadt für das tête-à-tête 2018 zu tragen gewillt war, hatte der Gemeinderat schon 2016 auf 485 000 Euro festgesetzt. Darin enthalten war eine dauerhafte Erhöhung des Festivalbudgets um 10 000 Euro sowie ein einmaliger Jubiläumszuschuss von 25 000 Euro. Das Defizit beträgt nun 474 000 Euro. Bereits im Vorjahr hatte die künstlerische Leitung 24 000 Euro als Teil ihres Honorars für Vorarbeiten erhalten. Rechnet man diesen Betrag hinzu, beträgt das Defizit 498 000 Euro.

Doch das tête-à-tête kostet nicht nur, es spielt auch Geld ein. 2018 waren es rund 352 600 Euro und damit im Vergleich zu 2016 rund 26 500 mehr. Das Plus ist laut Hernold indes ausschließlich zusätzlichen Fördergeldern zuzuschreiben. Alle anderen Erlöse waren rückläufig. Die Eintrittsgelder betrugen trotz Auslastung von 87 Prozent nur 68 600 Euro. Das sind rund 15 000 Euro weniger als 2016. Durch die Großproduktionen "Les Commando Percu" und "Power of Diversity", die ein großes Publikum banden, wurde die Anzahl der restlichen Abendveranstaltungen reduziert. Das bedeutet weniger Eintrittserlöse, aber auch weniger Produktionskosten, so Hernold. Die Großveranstaltung "Power of Diversity" wurde bei freiem Eintritt gezeigt.

Nach der gr oßen Steigerung der Verkaufserlöse durch Merchandising-Artikel und Programmhefte 2016 sind die Erlöse mit 22 000 Euro wieder zurückgegangen. Buttons und Programmhefte verkauften sich sehr gut, T-Shirts, Notizbücher, Trinkflaschen und Kunstdrucke waren Ladenhüter.

Fast alle Sponsoren aus den Vorjahren blieben dem Festival treu und überwiesen 111 650 Euro. Die Sponsoringerlöse könnten künftig sicher noch weiter gesteigert werden, so Hernold, allerdings nicht mit der momentanen personellen Ausstattung (siehe "Zum Thema").

Der Gesamtaufwand des Festivals liegt mit 826 800 Euro rund 16 800 Euro über den Erwartungen. Das liege hauptsächlich an "Power of Diversity", das mit 67 000 Euro zu Buche schlug. Dem gegenüber stehen knapp 50 000 Euro zugesicherter EU-Fördergelder.

Einsparungen bei den Kosten für die technischen Betriebe waren vor allem möglich durch die hervorragende Organisationsleistung des Technischen Leiters Martin Koch vom Fachbereich Forst, lobte Hernold.

Über die Parteigrenzen hinweg war man sich im Ausschuss einig, dass sich die Ausgaben fürs tête-à-tête gelohnt haben. Joachim Fischer regte für die SPD-Fraktion an, das Festivalbudget künftig alle zwei Jahre um 20 000 Euro als Inflationsausgleich zu erhöhen. Alfons Ruf (CDU) warf ein, dass dann auch die Rastatter Vereine in entsprechender Weise unterstützt werden müssten.

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