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Rastatter Sternsinger suchen dringend Verstärkung
Rastatter Sternsinger suchen dringend Verstärkung
08.12.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (mak) - "Segen bringen. Segen sein" lautet das Motto der Sternsingeraktion, bei der in der ersten Januarwoche bundesweit Kinder an die Türen klopfen, um Geld für Hilfsprojekte zu sammeln. Doch seit einigen Jahren nimmt in Rastatt das Interesse ab, wie Pastoralreferent Marco Greipel bedauert.

"Wir sind im Urlaub", sei eine Aussage, die er als Grund für Absagen oft höre. "Ich vermute aber auch, dass die Kinder nicht mehr so wie früher noch von den Eltern oder Großeltern motiviert werden, bei den Sternsingern mitzumachen", schätzt Greipel. "Aus der Not heraus" sei in der Kirchengemeinde Rastatt vor ein paar Jahren eine Erwachsenengruppe ins Leben gerufen worden, weil es einfach nicht mehr so viele Kinder und Jugendliche gibt, die sich an der Hilfsaktion beteiligen. Rein statistisch gesehen stünden etwa 1 100 Kinder und Jugendliche zwischen neun und 20 Jahren zur Verfügung, in diesem Jahr waren es um die 45.

Die rückläufige Hilfsbereitschaft wirkt sich auch auf die Spendeneinnahmen aus: Sammelten im Vorjahr 45 Kinder aus vier Pfarreien noch knapp 30 000 Euro, so waren es in diesem Jahr nur noch rund 25 000 Euro, berichtet Greipel im BT-Gespräch. Von diesem Spendenbetrag wurde das Brasilien-Projekt der Herz-Jesu-Gemeinde mit 7 300 Euro bedacht, in das Fidesco-Straßenkinderprojekt in Ruanda flossen 17 700 Euro.

Marco Greipel, der seit 2014 in Rastatt ist, koordiniert die Sternsingeraktion, die Detailplanung findet in den jeweiligen Pfarreien statt, in denen sich im Laufe der Jahre auch eigene Traditionen herausgebildet haben. So bekommen die Sternsinger der Zwölf-Apostel-Gemeinde beispielsweise ein Mittagessen, im Einzugsbereich von Herz-Jesu gehen die Sternsinger nur zu denjenigen, die sich zuvor einen Besuch gewünscht haben.

"Man möchte damit die Kinder auch vor unschönen Erfahrungen bewahren", verweist Greipel auf Zeitgenossen, die teilweise die Kinder anmeckern oder ihnen sogar die Tür vor der Nase zuschlagen. Wobei jede Gruppe auch immer eine erwachsene Begleitperson habe, wie Greipel betont. "Mitmachen dürfen übrigens auch Kinder, die nicht katholisch sind", erläutert der Geistliche.

Mit einem Aussendungsgottesdienst am Dienstag, 1. Januar, um 18 Uhr in Sankt Alexander werden die Sternsinger für ihren Einsatz gestärkt. Vom 2. bis einschließlich 6. Januar sind Kaspar, Melchior und Balthasar dann unterwegs. Um sie vorzubereiten, findet für die Interessierten von St. Alexander und Zwölf Apostel am Mittwoch, 12. Dezember, um 16.45 Uhr im Gemeindehaus in der Murgstraße 3 ein Treffen statt. Dabei werden das Projekt vorgestellt, die Lieder geübt und die Gewänder verteilt. In Heilig Kreuz findet das Treffen am Freitag, 14. Dezember, um 17.30 Uhr im Gemeindehaus statt. Die Pfarrgemeinde Herz-Jesu hatte ihr Treffen bereits.

Weitere Informationen gibt es zudem bei Marco Greipel, der auch noch Anmeldungen annimmt unter (0 72 22) 4 06 36 14 oder per E-Mail an marco.greipel@kath-rastatt.de.

Für neun langjährige Sternsinger, die noch ausgewählt werden, hat der Pastoralreferent übrigens ein besonderes Schmankerl parat: Er hat sich mit Erfolg für den Sternsinger-Empfang von Ministerpräsident Winfried Kretschmann beworben. Am 7. Januar geht es nach Stuttgart zum katholischen Landesvater ins Neue Schloss.

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