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Landkreis gibt mehr Geld
Landkreis gibt mehr Geld
11.12.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (sl) - Der Landkreis Rastatt wird in diesem Jahr mehr Geld für die Eingliederung von Menschen mit Behinderung ausgeben. Von gut 32 Millionen Euro geht Kreissozialamtsleiter Jürgen Ernst zurzeit aus. Das wären 1,74 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Und auch für 2019 rechnet er mit weiteren Steigerungen. Die Gründe sind vielfältig, wie Ernst dem Sozialausschuss des Kreistags erläuterte.



Seit der Übernahme der Aufgabe 2005 stellt die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung die für den Landkreis Rastatt finanziell bedeutendste Leistung im Bereich der sozialen Sicherung dar. Der Landkreis rechnet mit einer Erstattung vom Bund von voraussichtlich 1,42 Millionen.

Auf der Einnahmeseite rechnet das Kreissozialamt gegenüber dem Vorjahr mit Wenigereinnahmen von rund 850 000 Euro, was neben Einmaleffekten wegen höherer Einnahmen im Vorjahr mit niedrigeren Kostenerstattungen in laufenden Leistungsfällen zu tun hat. Das hänge mit geänderten wirtschaftlichen Verhältnissen von Leistungsempfängern zusammen, hieß es in der Sitzung.

Auf der Ausgabenseite rechnet Ernst 2018 nach dem aktuellen Stand gegenüber dem Vorjahr mit Mehrausgaben von rund 900 000 Euro, was er auf die in den Tarifverhandlungen 2017 vereinbarten Lohnerhöhungen zurückführte - und auf die gegenüber dem Vorjahr höhere Zahl von Leistungsfällen. Zudem sei die Zahl von kostenintensiven Fällen gestiegen.

Konkret ist die Fallzahl von 1 515 zu Jahresbeginn bis zum 31. Juli 2018 auf 1 531 angewachsen, allerdings mit großen Schwankungen. So war die Gesamtzahl der Leistungsfälle bis zum 31. März auf 1 548 Fälle angestiegen und anschließend auf 1 531 Leistungsfälle gesunken.

Ausgaben werden



weiter wachsen

Ernst geht davon aus, dass sich die jährliche Steigerung der Gesamtaufwendungen auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Diese ergäben sich zwangsläufig durch kommende Vergütungserhöhungen und weiterhin steigende Fallzahlen. Zum anderen müsse auch damit gerechnet werden, dass sich durch die mit dem Bundesteilhabegesetz einhergehenden rechtlichen Änderungen und Leistungsausweitungen zusätzliche Aufwendungen ergeben. Für 2019 rechnet der Sozialamtschef daher mit Kosten von rund 33,35 Millionen Euro. Im Landesdurchschnitt kommen zurzeit rechnerisch 6,4 Leistungsempfänger auf 1 000 Einwohner.

Kreis liegt knapp



unter Landesschnitt

Der Wert des Landkreises Rastatt liegt knapp darunter: Er ist von 6,2 im Jahr 2016 auf 6,1 im Jahr 2017 gesunken. Die Nettoaufwendungen des Landkreises Rastatt für Leistungen der Eingliederungshilfe für Mensehen mit Behinderung betrugen insgesamt 132 Euro je Einwohner und sind damit gegenüber 2016 um vier Euro je Einwohner gestiegen. Im Landesdurchschnitt belaufen sich die Aufwendungen auf 153 Euro je Einwohner. Mit insgesamt acht Euro fällt die Aufwandssteigerung im Landesdurchschnitt höher aus als im Landkreis.

Im Bereich stationäres Wohnen für erwachsene Menschen mit Behinderung befindet sich der Landkreis mit zwei Leistungsempfängern je 1 000 Einwohner genau im Landesdurchschnitt. Bei den ambulanten Wohnformen für erwachsene Menschen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung liegt der Landkreis Rastatt mit einem Leistungsempfänger pro 1 000 Einwohner unter dem Landesdurchschnitt von 1,4.

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