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Verwaltung schafft Anreize für Fusionen
Verwaltung schafft Anreize für Fusionen
20.12.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Die Stadt Rastatt überarbeitet ein weiteres Mal ihre Vereinsförderrichtlinien und will dabei ganz bewusst mögliche Fusionen von Clubs stärker unterstützen. Der Gemeinderat folgte jetzt dem Vorschlag der Verwaltung.

Anlass des Schrittes waren die Erfahrungen, die der Rastatter SC und DJK Rastatt bei ihrem Zusammenschluss gemacht haben. Die Verwaltung hatte 2011 die Zuschussart "Fusionen von Vereinen" neu eingeführt. Abgerufen wurde sie bislang nur im Fall des neu gebildeten Vereins Rastatter SC/DJK. Knapp 9 500 Euro flossen aus der Stadtkasse.

Nach Darstellung der Stadtverwaltung sind dem Rastatter SC/DJK insbesondere in den Jahren nach dem Zusammenschluss Mehrbelastungen und unvorhergesehene finanzielle Nachteile entstanden, etwa die vom Südbadischen Fußballverband vorgeschriebenen Trikot-Neuausstattungen und Steuernachzahlungen.

Solche negativen Erfahrungen möchte die Verwaltung anderen Clubs, die eine Fusion erwägen, möglichst ersparen. Neu ist, dass die unmittelbar mit dem Zusammenschluss im Zusammenhang stehenden Kosten für die Dauer von drei Jahren eingereicht und bezuschusst werden können. Der Höchstbetrag soll dabei mit maximal 15 000 Euro pro Jahr gedeckelt werden. Um einen höheren Anreiz für künftige Vereinsfusionen zu geben, wird der Sonderzuschuss pro aufzunehmendes Mitglied von bislang fünf auf acht Euro erhöht.

Der Rastatter SC/DJK soll nach dem Beschluss des Gemeinderats rückwirkend in den Genuss der höheren Förderung kommen. Nach den eingereichten Kostennachweisen werden rund 11 600 Euro an den Verein ausgezahlt. Laut Verwaltung erhöht sich der Zuschuss noch, wenn weitere Belege vorgelegt werden. "Es soll niemand bestraft werden, weil er der erste war", begründete OB Hans Jürgen Pütsch die Berücksichtigung der Altlasten des fusionierten Sportclubs.

Allein aufgrund der demografischen Entwicklung und zunehmenden Auflagen, die mitunter ohne hauptamtliche Kräfte gar nicht mehr zu bewältigen seien, rechnet der OB mit weiteren Fusionen. Bei den Kernstadt-Tennisvereinen zum Beispiel könnte dies nach seiner Auffassung bis 2023 der Fall sein, wenn die jeweiligen Pachtverträge von TC Fohlenweide und Blau-Gold auslaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Fußballclubs, ob im Ried oder in der Kernstadt, aufeinander zugehen, bewertet der Rathauschef zurückhaltend. "Wenn ich gefragt werde, bin ich da", zeigt sich Pütsch offen, sich gegebenenfalls als Motor einzuschalten. Als Hemmschuh könnten sich im Einzelfall die Gaststätten erweisen, die die Wirtschaftskraft der Clubs stützen.

Derzeit lässt die Verwaltung einen Sportstättenentwicklungsplan erarbeiten. Aus Sicht des OB müsse man in der Frage, wo investiert wird, auch die Zukunftsperspektiven der einzelnen Vereine in den Blick nehmen.

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