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Im Sommer droht ein Engpass
Im Sommer droht ein Engpass
21.12.2018 - 00:00 Uhr
Durmersheim (HH) - Der Bedarf an Betreuungsplätzen für junge Erdenbürger wächst, die Kommune kann kaum noch Schritt halten. Steigende Kinderzahlen seien natürlich erfreulich, stellte Bürgermeister Andreas Augustin in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Durmersheim fest. Für die Gemeinde werde die Versorgung aber immer teurer. So stehen Verwaltung und Rat einmal mehr vor der Frage, wie und wo man nachhaltig investieren soll, um die Nachfrage zu befriedigen. Im kommenden Jahr muss spätestens im Sommer wieder ein Engpass behoben werden.

Wie Hauptamtsleiterin Sandra Hertweck darlegte, ließen die aktuellen Anmeldungen erwarten, dass ab Juni vier Plätze fehlen, bis September wären es insgesamt sechs. Die Verwaltung habe verschiedene Optionen geprüft, um den Mangel rasch zu beheben. Auch Tagesmütter seien in Betracht gezogen worden, deren Kapazitäten aber "so gut wie belegt" seien. Als bevorzugte Lösung wurde dem Gemeinderat eine Erweiterung der "Villa Kunterbunt" in der Schwarzwaldstraße angetragen. Es könnten ein Gruppenraum, ein Schlaf-, ein Wasch- und Wickelraum angebaut werden.

Die Pläne habe man schon in der Schublade, warb Bürgermeister Andreas Augustin mit der Aussicht auf schnelle Umsetzbarkeit. Überlegungen dazu waren im vergangenen Jahr gereift, wurden aber fallengelassen, weil man für den damaligen Bedarf eine anderweitige Lösung fand. Am Mittwoch wurde in der Fragestunde zu Beginn der Sitzung von einem Besucher Kritik am Wiederbeleben des Vorhabens geäußert: die Sache sei vom Tisch, sei versprochen worden. Augustin bestätigte den früheren Verzicht, aber die Gemeinde müsse erneut auf steigende Nachfragen reagieren.

Gegen die Erweiterung der "Villa Kunterbunt" sprachen sich Christa Schulz (BuG) und Thomas Dunz (CDU) aus. Sie beschrieben die Parkplatzsituation und das hohe Verkehrsaufkommen während den Bring- und Holzeiten als "extrem" und "chaotisch", der Unmut unter den Anwohnern wachse. Dunz spielte mit dem Gedanken eines Kindergarten-Neubaus auf dem Spielplatz, der sich neben dem "Kunterbunt" an der Kniebisstraße befindet.

Eine weitere Option der Verwaltung war der Umbau des Mehrzweckraums oder die Teilung von Gruppenräumen in der "Villa Sonnenschein" an der Weißenburger Straße. Als dritte Lösung tauchte in der Diskussion zudem wieder der Bau eines "Familienzentrums" mit Kindergarten und Hort in Würmersheim auf, nördlich der Grundschule.

Bürgermeister Augustin nannte für dieses Projekt Kosten von sechs bis sieben Millionen Euro. Die Erweiterung der "Villa Kunterbunt" könnte dagegen für 300 000 Euro klappen.

Dies wäre die momentan wirtschaftlichste, aber keine zukunftsfähige Lösung, urteilte Augustin. Wolfgang Klett (CDU) hegte die Befürchtung, dass man schnell bei 400 000 Euro landen könnte, weil auch Sanierungen anstünden, etwa am Dach. Jürgen Kniehl (FWG) sah eine Erweiterung als "Flickwerk" an, "allenfalls ein Notnagel". Es bleibe keine andere Wahl, als einen Neubau anzusteuern. Als Standort brachte der FWG-Sprecher das Gebäudeensemble des Pfarrzentrums St. Dionys und Kindergartens St. Lioba ins Spiel. Andreas Badior (SPD) regte zur raschen Abhilfe Anreize für mehr Plätze bei Tagesmüttern an. Helmut Schorpp (CDU) war für eine schnelle Lösung, um den Eilbedarf zu stillen und das gute Betreuungsniveau der Gemeinde zu halten. Die Neubau-Option in Würmersheim sollte mittelfristig ins Auge gefasst werden. Um einen Kindergarten-Neubau werde man früher oder später nicht herumkommen, meinte Josef Tritsch (SPD).

Norbert Tritsch (FWG) und Rolf Enderle (BuG) bemängelten, dass Kostenvergleiche für die unterschiedlichen Möglichkeiten fehlten. Einstimmig wurde verabredet, die Beratung im Februar mit den Varianten Kunterbunt und Sonnenschein fortzuführen.

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