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Eigentümer legen Protest ein
Eigentümer legen Protest ein
22.12.2018 - 00:00 Uhr
Durmersheim (HH) - Für ein neues Baugebiet im Tiefgestade IV scheint der Weg geebnet. Die Grundstückseigentümer haben Bereitschaft zur Realisierung bekundet. Holprig gestalten sich dagegen die Bemühungen um das angestrebte Baugebiet an der Westendstraße. Das erste Angebot, das den dortigen Flächenbesitzern unterbreitet wurde, stieß auf Gegenwehr. Mit verbesserten Konditionen wurde ein neuer Anlauf gestartet. Bis Mitte Januar sollen die Eigner Antwort geben.

So sieht zusammengefasst der aktuelle Stand der beiden Vorhaben aus. In der gemeinsamen Sitzung von Gemeinderat und Ortschaftsrat wurde diese Woche darüber informiert. Es berichtete Karl-Martin Linder von der Gesellschaft für Kommunale Baulanderschließung Karlsruhe (GkB), die im Auftrag der Gemeinde die Verhandlungen führt.

Für das Tiefgestade IV wurde durch den Gutachterausschuss ein Einwurfswert von 80 Euro und ein Zuteilungswert von 150 Euro jeweils pro Quadratmeter empfohlen. Dies würde bedeuten, dass Eigentümer für jenen Flächenanteil, der für öffentlichen Bedarf abgezweigt wird, 70 Euro weniger erhalten als für tatsächlich zuteilreifes Bauland. Das würde einem Flächenabzug von 46,66 Prozent entsprechen. Die Erschließungskosten sollen bei 162 Euro je Quadratmeter liegen.

Für das Terrain an der Westendstraße wurden 126 Euro Erschließungskosten ermittelt. Der Einwurfswert wurde ebenfalls mit 80 Euro vorgeschlagen, der Zuteilungswert allerdings auf 180 Euro gesetzt, was ein Flächenabzug von 55,55 Prozent bedeutet. Gegen diese Höhe haben 15 Betroffene Protest erhoben. Acht haben die angegebenen Werte abgelehnt. Daraufhin griff die Verwaltung zu einem Instrument aus dem Baugesetzbuch, das es erlaubt, die Beträge aus dem Tiefgestade IV anzuwenden.

Der Zuteilungswert für die Westendstraße wurde auf 150 Euro reduziert. Die Eigentümer erhielten Nachricht, sie sollen sich bis 14. Januar erklären. Man hoffe auf positive Reaktionen. Wie Lindner berichtet, ist der größte Grundbesitzer in dem Gebiet die Kirche, sie habe schon beim ersten Vorschlag bekundet, "mitzuziehen". Im Tiefgestade IV gab es offenbar keine Widerstände. Dort wollten 26 Eigentümer selber einen Bauplatz, 27 würden an die Gemeinde verkaufen, zwei Besitzer wollten direkt an private Interessenten veräußern, weil ihnen das Angebot der Kommune zu niedrig sei.

Auf Vorschlag der Verwaltung wurde vom Gemeinderat mit Einstimmigkeit beschlossen, das für das Tiefgestade IV vorbereitende Gutachten vorzufinanzieren. Für das Gebiet Westendstraße wurde die GkB beauftragt, die Gespräche mit den Eigentümern unter den geänderten Konditionen fortzuführen. Bürgermeister Andreas Augustin setzt darauf, das Gebiet 2019 zu verwirklichen. Gelinge es, könne viel Geld gespart werden, weil bis Ende 2019 kein Bodenausgleich erforderlich wäre. Das entsprechende Gesetz laufe aus. Augustin bewertete die Entwicklung als "gutes Ergebnis für den ganzen Ort".

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