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Geschichte mit vielen Erfolgen
04.01.2019 - 00:00 Uhr
Bischweier (ar) - Sie spielen in schwarz-weißen Trikots und auch das Logo des Vereins ist in diesen Farben gehalten. Doch was der "Verein für Rasenspiele" (VfR) Bischweier leistet, gleicht einem bunten und überaus begeisterungswürdigen Blumenstrauß. In diesem Jahr feiert der Verein sein 100-jähriges Jubiläum und blickt zurück auf eine Vereinsarbeit, die gefüllt war mit Mühen, Schicksalsschlägen, sportlichen Erfolgen und einer großen Portion Zusammenhalt.

30 junge Männer aus dem Kirschendorf teilten ihre Leidenschaft für das runde Leder und waren fest entschlossen, einen Fußballverein zu gründen. Am 1. Oktober 1919 trafen sie sich im ehemaligen "Gasthaus Sonne" in Bischweier und unterschrieben die Gründungsurkunde für den "Fußballverein Bischweier". Zum Vorsitzenden wurde Rudolf Bracht gewählt. Hauptaufgabe des jungen Vereins war es, einen geeigneten Platz für das Fußballspiel zu finden. Die Gemeinde vergab ein kleines Grundstück im Gewann "Neue Wiesen" am Ortsausgang Richtung Kuppenheim, wo in Eigenarbeit ein Sportplatz errichtet wurde. Somit hatten die jungen Fußballer nun die Möglichkeit, dem Verband beizutreten.

Die ersten Verbandsspiele fanden bereits in der Saison 1920/1921 statt, wo gute Tabellenplätze erzielt wurden. Für die Spielzeit 1923/1924 wurde Willi Rapp aus Rastatt als neuer Trainer verpflichtet. Den Aufstieg in die A-Klasse schafften die Jungs 1925.

Zur gleichen Zeit wurde eine Jugendabteilung aufgebaut, die schon bald auf Kreisebene Erfolge nach Hause holen konnte. Damit erhöhte sich auch der Wunsch, einen eigenen Sportplatz zu haben, der mit viel Hartnäckigkeit verfolgt wurde. Schließlich kaufte die Verwaltung am Winkelberg ein ein Hektar großes Grundstück zum Preis für 1 400 Reichsmark von der Firma Stürmlinger, womit das heutige "Winkelbergstadion" geboren war.

Das erste Spiel nach dem Krieg fand im Januar 1946 statt, schon bald konnten die Bischweierer Fußballer wieder an ihre früheren Erfolge anknüpfen. Es folgten viele sportliche Erfolge, zahlreiche Meisterschaftsfeiern, Bezirkspokale, die Krönung ließ jedoch auf sich warten. Diese kam 2007 unter Trainer Marc Schnepf mit dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die Landesliga.

Doch nicht nur sportlich war der Verein aktiv und erfolgreich. Auch baulich waren Zusammenhalt, Sparsamkeit und Arbeitseifer gefordert. 1962 wurde der Grundstein für das heutige Clubhaus gelegt, das 1965 eingeweiht wurde. Zur gleichen Zeit entschied der Vorstand, den Verein als VfR Bischweier eintragen zu lassen. Die Vorplatzüberdachung des Sportplatzes wurde in Angriff genommen, ebenso die Sanierung des Rasenplatzes und eine Flutlichtanlage errichtet. Eine Erweiterung und Erneuerung des Clubhauses erfolgte im Jahr 1976.

Der VfR hatte nun bereits seit Jahren seinen festen Platz in der Vereinsfamilie der Gemeinde Bischweier, aber auch als Fußballverein ein großes Ansehen im Verband. Und immer wieder brachte sich der Verein auch in das gesellschaftliche Leben seiner Heimatgemeinde ein.

Im April 1972 organisierte er ein Prominentenspiel im Winkelbergstadion, über das heute noch viel gesprochen wird. Rund 6 000 Zuschauer verfolgten das Spiel, das einen Reinerlös von 14 000 D-Mark einspielte, ein Betrag, der dem Kindergarten zur Verfügung gestellt wurde.

Heute besteht der VfR aus 655 Mitgliedern, davon rund 180 Kinder und Jugendliche. Seit Februar 2017 bereiten sie sich auf ihre 100-jährigen Jubiläumsfeierlichkeiten vor, wobei die Fäden bei Pierre Busam sowie Nicole und Sebastian Hübner vom Orga-Team und Daniela Schnepf vom 2009 gegründeten Förderverein zusammenlaufen. In mühsamer Arbeit hat der aktive Fußballer Tim Zuckriegel ein 120 Seiten starkes Festbuch erstellt, das käuflich erworben werden kann.

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