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In Kuppenheim geht es auch 2019 rund
05.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Sabine Wenzke

Kuppenheim - Die Prioritäten in Kuppenheim sind klar gesetzt: Kultur und Bildung, sprich: Veranstaltungshalle und Favoriteschule, rangieren zwar ganz oben, aber auch andere Maßnahmen bleiben nicht außer acht: Da sie im Gesamtkontext zu sehen sind und viele Rädchen ineinandergreifen, wird auch in diesem Jahr wieder viel angestoßen, geplant und realisiert, um eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Knöpflestadt zu gewährleisten. Verwaltung und Gemeinderat erwartet 2019 ein ordentliches Arbeitspensum.



Weitere Entscheidungen sind für den mit knapp acht Millionen Euro veranschlagten Musentempel zu treffen, der beim Cuppamare entsteht. Als nächster Schritt soll im Gemeinderat ein Konzept für die Gestaltung der Außenanlage mit Festwiese und Kunst am Bau vorgestellt werden. Parallel dazu wird ein Nutzungskonzept für die Halle erarbeitet, in der neben kulturellen Veranstaltungen der Vereine auch andere Events steigen sollen. "Wir haben schon einige Anfragen von Firmen", freut sich Bürgermeister Karsten Mußler. Die Arbeiten am aktuell größten Kuppenheimer Bauprojekt liegen im Übrigen im Zeitplan, und der Termin für das Richtfest steht inzwischen fest: Es ist der 24. Januar. Einweihung soll dann im September/Oktober sein.

Im ersten Quartal befasst sich der Gemeinderat außerdem mit der 925-Jahr-Feier der Stadt, die 2020 über die Bühne geht. Zur Programmvorbereitung soll ein Festausschuss mit Unterausschüssen aus Verwaltung, Vereinen und Gemeinderäten gebildet werden, um gemeinschaftliche Impulse zu setzen. "Es soll ein Fest der Kuppenheimer für die Kuppenheimer werden", sagt Mußler und unterstreicht: "Wir sind dabei auf die Mithilfe der Vereine angewiesen". Die Mitwirkungsbereitschaft der Vereine, die bei einer Vorbesprechung signalisiert wurde, habe ihn jedenfalls schon "total begeistert", zeigt sich Mußler erfreut über das positive Feedback. Das Grobkonzept für die Jubelfeier, so seine Vorstellung, soll im Frühjahr stehen.

Feuerwehrhaus:



Plan beschlussreif

Auch die Neuordnung des Sportgeländes beschäftigt den Gemeinderat weiterhin. Nachdem der Kunstrasenplatz mit der lang gewünschten Toilettenanlage vorgezogen wurde, wobei der SV 08 erhebliche Eigenleistungen im Wert von rund 70 000 Euro erbracht hat, wird der nächste Schritt vorbereitet. Es geht um die Planung für den Tennisbereich in Abstimmung mit dem Tennis-Club, da einige zentral liegende Plätze verlegt werden müssen.

Die 6,6 Millionen Euro teure Sanierung der Favoriteschule wird in Abschnitten vollzogen. Als erste Maßnahme soll 2019 die Toilettenanlage saniert werden. Auch die energetische Sanierung (Dach, Fassade, Fenster) soll noch in diesem Jahr angegangen werden. "Ziel ist es, die Arbeiten Ende Herbst auszuschreiben", so Mußler.

Die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses, in dem es bislang keine getrennten Duschen für männliche und weibliche Feuerwehrleute gibt, ist eine weitere große Aufgabe der Stadt. Parallel dazu soll auch die Atemschutzübungsstrecke des Landkreises mit dessen Unterstützung modernisiert werden. Die Kosten der Gesamtmaßnahme beziffert Mußler auf rund fünf Millionen Euro, die Pläne seien beschlussreif und sollen ebenfalls Anfang des Jahres im Gemeinderat präsentiert werden. Im Februar will die Stadt dann die Förderanträge stellen. Wenn alles planmäßig läuft, könnte es 2020 an die Umsetzung des Projekts gehen. Das Haus der Vereine bietet durch einen Anbau mit Lift bereits Barrierefreiheit, und auch das Alte Rathaus soll noch in diesem Jahr barrierefrei erschlossen werden: Geplant ist ein Aufzug im Außenbereich, über den das Alte Rathaus und das Gemeindehaus St. Sebastian erreicht werden können. Die Zustimmung der Kirche und die grundsätzliche Freigabe der Denkmalbehörde lägen vor, berichtet Mußler im BT-Gespräch. Die Kosten belaufen sich auf rund 300 000 Euro, werden aber wohl alleine von der Stadt Kuppenheim gestemmt werden müssen. Die Kirche sehe sich außerstande, sich finanziell zu beteiligen, und es gebe auch keine Zuschüsse vom Land für Kuppenheim, was Mußler bedauerlich findet: "Das Land sollte unterstützen, wenn es um die Teilhabe von Menschen geht", meint er. Die Stadt wolle das Projekt jedenfalls zügig umsetzen. Dabei hat der Bürgermeister ein ehrgeiziges Ziel vor Augen: Der neue Gemeinderat, der im Mai gewählt wird, soll möglichst bereits zu seiner konstituierenden Sitzung im Bürgersaal zusammenkommen, der damit wieder Sitzungssaal für das Gremium wird.

Auch Spielplätze stehen im Fokus: Auf dem Areal im "Zellerwiesen"-Gebiet steht eine große Sanierung an, der Spielplatz im "Ochsengraben" soll im Zuge der Neugestaltung des "Ochsen"-Areals ordentlich erweitert und der neue Spielplatz im Neubaugebiet "Unterer Frauberg" realisiert werden.

Kita: Sanierung



oder Neubau?

Darüber hinaus wird sich der Gemeinderat mit der Frage befassen, ob es sinnvoll ist, den Kindergarten "Arche Noah" zu sanieren oder einen Neubau an einem anderen Standort zu errichten. Die Stadt Kuppenheim hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um den Sanierungsbedarf des in die Jahre gekommenen Gebäudes zu ermitteln. Die Kirche, der das Gelände einst von der Stadt geschenkt wurde, habe kundgetan, dass sie auf absehbare Zeit keine finanziellen Ressourcen dafür habe, teilt Mußler mit.

Da ist es ganz gut, dass alles im Fluss ist in Kuppenheim: Die Pfadfinder, die mit ihrem Gruppenraum derzeit noch in der "Arche Noah" beheimatet sind, übernehmen zusammen mit der Narrenzunft Knöpfle für zehn Jahre das ehemalige Kleintierzuchtareal in der Wörtelstraße und werden dort einziehen. Das Gelände sei inzwischen gemeinsam mit Unterstützung des städtischen Bauhofs leergeräumt worden, "das war ein Riesenakt", würdigt Mußler die Arbeitsleistung aller Beteiligten. Und dann soll es auch bald an die Umgestaltung gehen: Kurz vor Weihnachten flatterte dem Rathauschef schon der Bauantrag der künftigen Nutzer auf den Tisch.

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