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Auf den Spuren der Flößer
Auf den Spuren der Flößer
18.01.2019 - 00:00 Uhr
Steinmauern (HH) - Eine im wörtlichen Sinne spritzige Floßfahrt kann diesen Sonntag, 20. Januar, in Steinmauern nacherlebt werden. Nasse Füße sind nicht zu befürchten, das Vergnügen findet im Trockenen statt. Gastgeber ist der Förderverein des Flößereimuseums. Für seine erste Veranstaltung im neuen Jahr hat er einen Filmschatz ausgesucht, auf dem besagte Flussreise festgehalten wurde. Sie führt auf der Isar von Wolfratshausen nach München. Die Filmvorführung findet um 14 Uhr im Bürgerhaus "Alte Schule" statt. Der Saal ist barrierefrei zugänglich.

Bei der ungewöhnlichen Tour durch bayerische Gefilde geh t es mit einem Bildervortrag auf Höhenwanderung in die Berge. Beide Dokumentationen werden etwa eine Stunde in Anspruch nehmen. Im Anschluss bittet der Förderverein zum Plaudern bei Kaffee und Kuchen. Die Veranstaltung ist ein Beitrag der Museumsbetreiber zum Pamina-Winterprogramm. Der Eintritt ist frei.

Wie der Verein in diesem Zusammenhang mitteilte, wurde bei der letzten Jahreshauptversammlung vor einigen Wochen Claus Flößer als neuer Vorsitzender gewählt. Der vorherige Amtsinhaber Udo Götz wechselte auf den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden, den Flößer innehatte.

Der Film über die Floßfahrt stammt von dem Kuppenheimer Winfried Schindler. Der Flößerfreund hat eine Kopie seines Werks dem Steinmauerner Museum überlassen. Vorstandsmitglied Udo Götz kennt nicht nur den Streifen, er war auch live mit dabei. Entstanden sind die bewegten Bilder vor über zehn Jahren beim Deutschen Flößertag. Den Filmzuschauern wird eine kurzweilige Tour durch die Fluten der Isar versprochen.

Den Schilderungen zufolge handelte es sich keineswegs um ein primitiv gezimmertes Gefährt aus ein paar Baumstämmen, eher um ein Exemplar der Luxusklasse. Wenn Einzelheiten erwähnt werden, bekommt man den Eindruck, als wäre von einer Flusskreuzfahrt mit Komfort und Unterhaltungsprogramm die Rede. Rund 30 Passagiere seien an Bord gewesen, viele davon aus Steinmauern, berichtet Götz. Und eine Blaskapelle habe auf der schwimmenden Plattform gespielt. Dass ordentlich gezecht wurde, versteht sich angesichts solcher Rahmenbedingungen von selbst.

Sogar ein Toilettenhäuschen sei vorhanden gewesen. Seine Funktionsweise gehört angeblich zu den Schmankerln des Reiseberichts. Vom Gang aufs Klo abzuraten war immer dann, wenn sich das Floß einem Stauwehr näherte. Dann ging es mit Mann und Maus in einem Rutsch bergab. Die Überwindung der Höhenunterschiede gehören zu den prickelndsten Momenten des Filmdokuments, erinnert sich der Augenzeuge.

Zu den Mitfahrern gehörte auch Richard Götz. Er war ein Jahr zuvor am selben Abschnitt der Isar unterwegs, allerdings auf Schusters Rappen. Nach der Filmvorführung wird er kleine Auswahl von Bildern zeigen, die auf dieser Tour entstanden sind. Der Hobby-Fotograf wanderte von München zur Isarquelle im Karwendelgebirge. Mit rund 150 Kilometern war seine Strecke etwa halb so lang wie die Isar insgesamt. Götz will seine Aufnahmen mit Informationen über den Fluss ergänzen, der bei Deggendorf in die Donau mündet. Vielleicht darf am Ende noch ein Blick nach Venedig schweifen, denn die Wanderung war Auftakt einer von Götz über einen Zeitraum von drei Jahren zu Fuß absolvierten Alpenüberquerung. Ziel war die Lagunenstadt.

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