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Immer mehr Hunde verhaltensauffällig
Immer mehr Hunde verhaltensauffällig
29.01.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (fuv) - Für manch einen BT-Leser ist es ein samstägliches Ritual: erst einmal auf der Seite vier schauen, wer denn da ein neues Zuhause sucht. Unter der Rubrik "Wer will mich haben?" unterstützt das Badische Tagblatt das Rastatter Tierheim bei der Vermittlung von Tieren. Die Leiterin des Tierheims, Silke Vierboom, und die Vorsitzende des Tierschutzvereins Rastatt als Träger des Tierheims, Sibylle Fritz, zogen nun Bilanz.



Am häufigsten begegneten den BT-Lesern im vergangenen Jahr wieder Katzen. Dabei blieben die Zahlen bei den Abgabe- und Fundkatzen im Vergleich zu 2017 (Zahlen in Klammern) ähnlich. 48 Stubentiger wurden im Tierheim beim Klärwerk abgegeben; im Vorjahr waren es 59. Dafür verzeichnete das Tierheimteam mit 115 Fundkatzen (104) eine geringe Steigerung. 152 (167) Katzen fanden 2018 ein neues Herrchen oder Frauchen. Zum Jahreswechsel beherbergte das Tierheim noch 25 Miezen. 35 (42) Hunde wurden von ihren Besitzern im Laufe des Jahres abgegeben, 39 kamen als Fundtiere hinzu; erfreulicherweise wurden 38 davon wieder abgeholt.

Leider müssen immer wieder Tiere von den Behörden beschlagnahmt werden; im vergangenen Jahr waren es 19 Hunde. 52 Hunde fanden ein neues Zuhause, 16 warten noch auf Vermittlung. Insgesamt kämen immer schwierigere Hunde ins Tierheim, wie Silke Vierboom und Sibylle Fritz betonen. Dies mache spezielle Schulungen für die Mitarbeiter erforderlich, so die Tierheim-Managerinnen.

Neben Hunden und Katzen sind es die Kleintiere und Vögel, die das Tierheim bevölkern. Kleintiere können sich da zur Wundertüte entwickeln, wenn sie denn trächtig ins Tierheim kommen. Allein 23 Nager erblickten im vergangenen Jahr am Klärwerk das Licht der Welt. Abgegeben wurden 61, als Fundtiere kamen 18 weiter hinzu. Insgesamt konnten 100 Tiere, darunter vier Schildkröten, 42 Zwergkaninchen, 31 Mäuse, acht Ratten, vier Chinchillas und elf Meerschweinchen ermittelt werden. Sieben Kaninchen und 20 Mäuse sind "im Bestand". Gefiederte Bewohner beherbergte das Rastatter Tierheim im vergangenen Jahr 15.

Die Pension ist eine wichtige Institution des Tierheims. Für 348 Hunde, Katzen, Kleintiere und Vögel war das Tierheim zeitlich begrenzte Wohnstätte. Die Pension sei zwar eine Einnahmequelle, am wichtigsten für die Finanzierung des Tierheims seien jedoch die Spenden, wie Sibylle Fritz unterstreicht. Das Spendenaufkommen sei 2018 sehr gut gewesen. Das sei auch wichtig, da "wir permanent untergedeckt sind", so die Vorsitzende..

Das Jahr 2018 sei für den Verein kein einfaches gewesen, so die Vorsitzende mit Blick auf die Querelen, die zum Rücktritt mehrerer Vorstandsmitglieder führten. Über die Gründe für den in der Vergangenheit doch häufig aufgetretene Verdruss innerhalb des Tierschutzvereins wollte sich Sibylle Fritz nicht äußern. Das reduzierte Tierheim-Team habe gut zusammengearbeitet und vor allem bei der angemessenen Betreuung der Tiere Erfolge erzielt, so Fritz. "Es sollte nicht vergessen werden, dass es die wohl wichtigste Aufgabe des Vereins ist, das Tierheim zu betreiben. Nicht das Tierheim bietet dem Verein Obdach, sondern der Verein betreibt das Tierheim", betont Sibylle Fritz. Am 8. Februar sollen bei einer Jahreshauptversammlung die vakanten Vorstandsporten (Schriftführer, Kassenwart, vier Beisitzer) besetzt werden.

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