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Die Bedürfnisse im Sport wandeln sich
Die Bedürfnisse im Sport wandeln sich
31.01.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Rastatt steckt mitten im Wandel als Sportstadt. Diesen Schluss lassen Ergebnisse einer Umfrage zu, die das Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung Stuttgart (IKPS) im Auftrag der Stadt in Bevölkerung, Schulen und Vereinen gemacht hat. Ziel ist ein neuer Sportentwicklungsplan, aus dem Verwaltung und Gemeinderat Handlungsempfehlungen für die nächsten 15 Jahre ableiten sollen. Am Dienstag haben IKPS-Vertreter die Resultate in der LWG-Aula vorgestellt. Fragen und Antworten:

Welche Rolle spielt der Sport im Leben der Rastatter?

79,7 Prozent der Befragten bezeichnen sich als sportlich aktiv (Vergleichswert anderer Städte: 81 Prozent). Allerdings dominiert das Verständnis als "bewegungsaktive Erholung". Angeführt wird die Rangliste der Aktivitäten ganz klar vom Radfahren (48,7 Prozent), gefolgt von Schwimmen/Baden (26,7 Prozent) sowie Jogging/Laufen und Fitnesstraining. Erst auf Platz acht landet mit Fußball (10,5 Prozent) eine Mannschaftssportart. Entsprechend sind die meisten im Bereich Park/Wald/Wegen aktiv (28,5 Prozent). Die Sporthalle liegt mit 6,5 Prozent nur auf Rang sechs. Bei der Frage, was sie in der Infrastruktur vermissen, haben die meisten Befragten keine Meinung; 23 Prozent sind zufrieden. Etwa ein Drittel sieht Handlungsbedarf: Vermisst werden vor allem Fitnessgeräte im Freien, Freizeitspielfelder für die Jugend sowie Trimm-dich-Pfade. Im Städtevergleich fällt das Urteil über die Sport- und Bewegungsfreundlichkeit Rastatts nicht so euphorisch aus. Aus Sicht der IKPS-Experten besteht "Luft nach oben". Festzustellen sei generell ein Wandel: Das Spektrum an Sportarten und Bewegungsräumen differenziert sich aus; die Sportvereine sind zwar bei den Institutionen die Nummer eins, verlieren aber ihr Organisations- und Deutungsmonopol; die Zielgruppen werden vielfältiger.

Wie sieht es in den Rastatter Schulen aus?

Die Situation in den Sportanlagen wird von den Schulen überwiegend gut oder befriedigend eingeschätzt. Fünf von 19 Einrichtungen geben an, nicht über ausreichende Hallenkapazitäten zu verfügen (bei Außenanlagen sehen drei Schulen Defizite). 13 von 19 Schulen bewerten ihren Schulhof als nicht bewegungsfreundlich. Die Hälfte der Einrichtungen kooperiert bereits mit einem Sportverein. Handlungsbedarf wird unter anderem in der stärkeren Förderung motorisch schwacher Schüler gesehen.

Wie ist die Situation der Sportvereine zu beurteilen?

Die Mitgliederzahlen in den 57 Sportvereinen sind seit 2013 um 1,6 Prozent auf 15 789 Mitgliedschaften gesunken. Die vorhandenen Kapazitäten auf Sportplätzen und in Hallen werden besser bewertet als im interkommunalen Vergleich. Ein Großteil der Vereine kooperiert bereits mit anderen Clubs und Partnern; 42 Prozent befürworten einen Ausbau der Zusammenarbeit. Die Hauptprobleme der Vereine liegen im Ehrenamt, demografischen Wandel und in der Unklarheit über die künftige Vereinsentwicklung. Die Clubs wollen vermehrt auf Kinder- und Jugendförderung sowie Gesundheits- und Freizeitsport setzen. Die Sportlerehrung, die Sportförderung und die Sportstättenbelegung werden positiv bewertet; kritisch hingegen beurteilt man den Zustand der Sportanlagen.

Wie geht's weiter?

In vier Arbeitsgruppensitzungen mit Vertretern von Vereinen, Schulen und Verwaltung werden nun die erhobenen Daten mit dem Wissen der lokalen Akteure verknüpft und Ziele für die Sportentwicklung formuliert. Aus Sicht von Bürgermeister Arne Pfirrmann wirft die Studie Fragen auf, ob die Stadt ihre finanziellen Mittel noch richtig einsetzt und möglicherweise Ressourcen nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilen, sondern zielgenauer auf neue Bedarfe reagieren sollte.

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