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Andrang im modernisierten Rathaus
Andrang im modernisierten Rathaus
04.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Helmut Heck

Au am Rhein - Im Eingang des Auer Rathauses stauten sich am Samstagnachmittag die Besucher. Grund des starken Andrangs war der Tag der offenen Tür, mit dem der Bevölkerung Gelegenheit gegeben wurde, die modernisierten Räumlichkeiten zu besichtigen. Die Einladung galt auch für die Arztpraxis im Obergeschoss des Fachwerkgebäudes nebenan, das ursprünglich einmal Lehrerhaus war.





Das Rathaus sei "nicht das Rathaus der Bürgermeisterin oder des Gemeinderats, es ist das Rathaus der Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde", begrüßte Verwaltungschefin Veronika Laukart die zahlreichen Gäste. Zur Feier des Tages spielte eine kleine Kapelle des Musikvereins.

Optische Zierde boten Bilder von Horst Stolz. Verwaltungszentrale und Lehrerhaus waren in etwas mehr als eineinhalb Jahren umgebaut und komplett saniert worden. Durch einen Zwischenbau wurden die vorher getrennten Gebäude verbunden. Die Verwaltung bezog ihre Räume im Herbst, die Arztpraxis eröffnete im Dezember. Monate zuvor war im Erdgeschoss des Lehrerhauses die Filiale der Raiffeisenbank in Betrieb genommen worden.

Bürgermeisterin Laukart erinnerte daran, dass das Projekt mit Gebäudekonzept unter ihrem Amtsvorgänger Hartwig Rihm vom Gemeinderat beschlossen und in die Wege geleitet worden war. Sie selbst habe noch bei gestalterischen Elementen wie Bodenbelägen, Wandgestaltung und Beleuchtung mitentscheiden können. Man habe ein Rathaus mit "schlichter, aber dennoch geschmackvoller Funktionalität" gewollt, nannte Laukart als Beispiel dafür das Trauzimmer, das sich, ausgestattet mit einer Holzskulptur von Wolfgang Hertweck, im Lehrerhaus befindet, wo die Verwaltung noch einen kleinen Teil belegt.

Aus dem Sitzungssaal im Rathaus wurden zwei Büroräume. Gemeinderatsitzungen finden im Vereinssaal der Rheinauhalle statt. Bei der Rathausmodernisierung sei eine bürgerfreundliche Ausrichtung wichtig gewesen, wies Laukart auf Zimmertüren mit Durchblick und die mittels eines Aufzugs geschaffene Barrierefreiheit hin. Nicht zuletzt hätten sich die Arbeitsbedingungen für die rund ein Dutzend Mitarbeiter der Verwaltung verbessert. Die Bürgermeisterin dankte dem Architekten Gerhard Retzbach, den Mitplanern und Handwerkern. Das Gesamtvorhaben sei "kostengetreu" mit 1,9 Millionen Euro realisiert worden. Aus Sanierungsmitteln des Bundes und des Landes habe man 1,04 Millionen Euro und aus dem Ausgleichstock 95 000 Euro erhalten. Ihren Eigenanteil habe die Kommune ohne Kredite aufbringen können.

Für das Ärztepaar Barbara Schäfer-Wegert und Richard Pawlak schließt sich mit der Arztpraxis ein Kreis, wie die Medizinerin anmerkte. Sie bezog sich damit auf die Tatsache, dass im ehemaligen Lehrerhaus viele Jahre die Post des Orts residierte und sich der Hauptsitz in der Durmersheimer Hauptstraße in einem Gebäude befindet, das ursprünglich der Badischen Großherzoglichen Post gehörte. Es wurde 1904 von Doktor Max Hellwing gekauft, der wie seine Nachfolger Sepp Schäfer und Paul Schäfer-Wegert, der Vater von Barbara Schäfer-Wegert, Au am Rhein mitversorgte. Beim Blick in die Geschichte erwähnte die Medizinerin auch die früheren Auer Kollegen Jonderko, Eugen Kühn und Werner Rudlof. Seit die Niederlassung im Dezember die neuen Räume bezogen hat, gelten deutlich erweitere Öffnungszeiten. Beim Tag der offenen Tür konnte man schon mal Blutzucker und Blutdruck messen lassen und sich auf die Zukunft einstellen. Die angekündigte Breitbandversorgung der Gemeinde werde es eines Tages erlauben, Rezepte nicht mehr auf Papier auszugeben, sondern übers Internet direkt an die Apotheke zu senden.

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