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Kurzweil und feierliche Momente
Kurzweil und feierliche Momente
05.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Rainer Wollenschneider

Rastatt - Ein feierlicher Moment krönte nach eineinhalb Stunden das Jubiläumskonzert zum 175-jährigen Bestehen des Gesangvereins Liederkranz-Apollonia: Nach einem Orgelvorspiel stimmten alle Akteure zusammen mit dem Publikum den Choral "Lobet den Herrn" an.

Ein dem Anlass angemessenes Programm hatte Karl-Heinz Lang mit Thomas König und Rudolf Peter zusammengestellt. Und die Mischung machte es dann auch im barocken Kirchenraum von St. Alexander. Sie erzeugte bei den Zuhörern die gebührende Stimmung, aber auch Kurzweil. Stehende Ovationen waren der Lohn.

In seiner Rolle als Konzertsolist hatte Rudolf Peter für die stimmungsvolle Eröffnung an der Stieffell-Orgel gesorgt und mit einem klangvollen, voluminösen, barocken Orgelpräludium den Kirchenraum ausgelotet. Die Begrüßung zum ersten Jubiläumskonzert des Liederkranz-Apollonia hatte Vorsitzender Thomas König übernommen: "Unser Verein besteht seit sieben Generationen und das Jubiläum erfüllt uns mit Freude, Dankbarkeit und Demut."

Neben den eigenen aktiven Sängern für den musikalischen Reigen hatte der älteste noch existierende kulturelle Verein in der Stadt den Günter-Horn-Chor und Pete Tex mit Holger Becker als Begleitung an der Orgel beziehungsweise am E-Piano gewonnen. Man stellte fest, der Probenfleiß der Sänger unter der Leitung von Rudolf Peter zahlt sich aus.

Der Chor begab sich zunächst in die musikalische Vergangenheit und bot Friedrich Silchers "Hymnus" mit der Zeile "Jauchzet dem Herrn". Stimmungsvoll dann die Motette "Ave verum" von Mozart, bei der die Mehrstimmigkeit besonders gefallen konnte. Nach dem "23. Psalm" von Franz Schubert von 1832 geriet auch das "Gebet" von Jacov Gotovac ausgesprochen feierlich. Die Rastatter sorgten auch für internationales Flair, als das Spiritual "Jacob's ladder" angestimmt wurde. In diesem Bereich ist der Günter-Horn-Chor unter der neuen Leitung von Michael Diefenbacher daheim, der seine Sänger vom E-Piano aus dirigierte. Die Spirituals und Gospels lieferten den Beleg, dass der gemischte Klangkörper sein Publikum fesseln und auch zum Mitschwingen und Mitklatschen anregen kann. Darunter erklang das Paradestück "Oh, happy day" in einem Arrangement von Günter Horn und besonders mitreißend mit überzeugenden Solisten "Ride the chariot" und "Git on board".

In zwei Musikblöcken lieferte der Rastatter Top-Musiker Pete Tex, gefühlvoll harmonisch von Holger Becker an der Orgel begleitet, Begeisterndes. Engelstöne entlockte Pete Tex als Musiker auf der Empore seinem Tenorsaxofon bei Claude Debussys "Danse bohemienne" und Gabriel Faurés "Pavane", um mit Duke Ellingtons "In a sentimental mood" einen Ausflug in die Welt des Jazz zu unternehmen. Tex wechselte zum Sopransaxofon und hinterließ mit den butterweich interpretierten Stücken wie Ennio Morricones "Gabriel's oboe" und aus eigener Feder "Musik für die Seele" einen bleibenden Eindruck.

Mit langanhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum und freut sich jetzt schon auf den 27. Oktober, wenn in der Badner Halle ein weiteres Jubiläumskonzert stattfinden wird.

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