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Freundschaft seit vier Jahrzehnten gepflegt
Freundschaft seit vier Jahrzehnten gepflegt
08.02.2019 - 00:00 Uhr
Durmersheim (red) - 40 Jahre lang gibt es schon den Austausch des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums mit dem Lycée Champlain in Chennevières - und so ging es beim Empfang der Austauschgruppe im Durmersheimer Rathaus auch richtig feierlich zu.<

Genau 56 Jahre nach Unterzeichnung des Elysée-Vertrags mache der nun von Angela Merkel und Emmanuel Macron unterzeichnete Aachener Vertrag offensichtlich, dass Deutschland und Frankreich inzwischen engste Partner seien, sagte Bürgermeister-Stellvertreter Franz Kassel. Gerade die jüngsten politischen Ereignisse zeigten, wie wichtig es sei, Beziehungen zwischen den Ländern zu pflegen und persönliche Bekanntschaften über die Grenzen hinweg zu ermöglichen. Städtepartnerschaften bezeichnete Kassel als "die größten Friedensbewegungen Europas" und freute sich, dass die 41 Jugendlichen die Chance ergriffen hatten, am Schüleraustausch teilzunehmen.

Ganz im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft überreichte er den 20 Gästen eine Medaille der Gemeinde Durmersheim. Dass man einen Austausch wie ein Pflänzchen hegen und pflegen müsse, betonte Direktor Thomas Dornblüth. Er erinnerte daran, dass der Namenspatron des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums der erste Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Paris war und die Schule immer großes Interesse an einer Schulpartnerschaft mit Frankreich gehabt habe. In der Hoffnung, dass es noch viele weitere Jubiläen zu feiern gebe, bedankte er sich bei allen Lehrern, die von den Anfängen des Austauschs 1978 bis heute zu seinem Gelingen beigetragen haben: Dies waren zu Beginn Annick und Bernard Noel und auf deutscher Seite der inzwischen verstorbene Karl Hermann. Viele Jahre organisierten dann Christa Haitz-Viering und Manfred Jung engagiert den Austausch; auf französischer Seite hatten sie in Micheline Puron, Edith Breitenstein und Marie-Laure Aboulker ihre Partner. Breitenstein war trotz Fußoperation auch diesmal im Einsatz, zusammen mit ihren Kollegen Luc Hentz und Bérénice Leroux. Auf deutscher Seite war Antje Kessel die Organisatorin, die sich eine erlebnisreiche Woche für die Gäste aus Chennevières ausgedacht hatte.

Vom Rathaus aus ging es ins Heimatmuseum Durmersheim, wo die Jugendlichen eine Menge über das frühere Leben in und um Durmersheim erfuhren. Dabei durften sie auch einmal probeweise die Schulbank drücken, ein besonderes "Klavier" mit Händen und Füßen(!) zum Klingen bringen und mit ihren deutschen Partnern versuchen, Wörter in Sütterlin zu entziffern.

Für die französischen Gäste standen unter anderem ein Ausflug nach Karlsruhe mit einem Workshop im ZKM, der Besuch des Landesmuseums und eine Tagesexkursion nach Heidelberg auf dem Programm.

Viel Spaß machte allen das Eislaufen in der Eishalle auf dem Baden-Airpark, und schließlich hatten die französischen Schüler auch Gelegenheit, das WHG von innen kennenzulernen. Hierfür hatte der stellvertretende Schulleiter Thomas Kress ein Sprachanimationsprogramm vorbereitet, bei dem die Jugendlichen ihre kommunikativen Kenntnisse verbessern konnten. In ein paar Monaten werden die deutschen Schüler nach Chennevières fahren und dort eine Woche lang ihre Partner in Gastfamilien wiedersehen.

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