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Neue GmbH soll Stadtwerken den Rücken stärken
Neue GmbH soll Stadtwerken den Rücken stärken
08.02.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - Früher war manches einfacher: Der Kunde bestellte Strom, die Stadtwerke lieferten - Stecker in die Dose, fertig. Die Energiewende, der Klimawandel und nicht zuletzt der Wettbewerb haben vieles verändert. Heute sehen sich die Anbieter weitaus vielfältigeren und komplexeren Wünschen und Anforderungen gegenüber. An wen wendet sich jemand, der seinen Betrieb, seine Praxis oder seine Wohnung klimaneutral versorgen will? Der maßgeschneiderte Individuallösungen sucht? Die Stadtwerke Rastatt und Karlsruhe hoffen, dass diese Frage künftig zur Stadtwerke Rastatt Service GmbH führt, die sie zu diesem Zweck im Januar neugegründet haben, nachdem die jeweiligen Gemeinderäte im vergangenen Spätjahr grünes Licht dafür gegeben haben (wir berichteten).

Photovoltaik-Anlage, Blockheizkraftwerk, Stromspeicher, Elektro-Mobilitätslösung - hier will man künftig als planender Dienstleister aus einer Hand Lösungen/Produkte anbieten, die die Stadtwerke Karlsruhe in ihrem Gebiet bereits entwickelt haben und über die Kooperation nun in den Raum Rastatt bringen. "Wir wollen in den Heizungskeller, aufs Dach und in die Garage", wie Karlsruhes Stadtwerke-Chef Michael Homann gestern bei einer Pressekonferenz im Rastatter Rathaus für die neue GmbH verdeutlichte. Die einzelnen Arbeiten ausführen sollen dann jeweils Partner aus dem lokalen Handwerk, der Kunde aber habe in der Service GmbH einen Ansprechpartner, der alles managt. In Karlsruhe funktioniere dieses Modell erfolgreich, in Rastatt sei man gerade dabei, Handwerkspartner zu gewinnen.

Rastatts OB Hans Jürgen Pütsch sah gestern in der Zusammenarbeit, die "weit in die Zukunft" gerichtet sei, "fast schon einen historischen Moment". In Zeiten des Klimawandels und der Energiewende wollten die Menschen in der Frage, wie Energie erzeugt wird, verstärkt Einfluss nehmen und seien daher auch wechselfreudiger geworden. Mit der Zusammenarbeit in einer neuen Gesellschaft können daher nun auch die hiesigen Stadtwerke diesen Markt ansprechen, so der OB. Wettbewerbsfähigkeit und Unabhängigkeit sichern, lauteten die Kernpunkte, die Karlsruhes Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz in der neuen Kooperation sieht: "Auf Augenhöhe mit Global Playern mitzuhalten, das schaffen wir nur in interkommunaler Zusammenarbeit." Rastatts Stadtwerke-Chef Olaf Kaspryk, der nach entsprechender Recherche den Markt für das Angebot im hiesigen Raum gegeben sieht, rechnet damit, in etwa drei, vier Jahren mit der Service GmbH den wirtschaftlichen "Break even", also die Gewinnschwelle, erreichen zu können.

Für Kunden der Stadtwerke Rastatt, die wie bisher beliefert werden wollen, ändert sich im Übrigen nichts. Wer nachhaltige Lösungen umgesetzt haben will, kann sich jedoch an die Service GmbH wenden, die ihren Sitz ebenfalls am Standort Markgrafenstraße hat. Die Stadtwerke Rastatt und Karlsruhe sind zu je 50 Prozent daran beteiligt und greifen entsprechend auf ihre Ressourcen zurück, auch personell - wobei Aufstockungen durchaus vorgesehen sind. Geschäftsführer der neuen GmbH werden zum 1. April der Rastatter Stadtwerke-Prokurist Volker Bunte und aus Karlsruhe Jürgen Disqué, Abteilungsleiter Anlagenmanagement.

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