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Staupotenzial bleibt
08.02.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (as) - Den Verkehrsfluss in der Ortsdurchfahrt Rastatt kann auch der Landkreis nicht verbessern, der für die Ampeln und damit für deren Schaltung entlang der B 3 zuständig ist. Das beschied Dezernent Claus Haberecht dem Ausschuss für Umwelt, Bau und Planung auf einen Antrag der SPD-Kreistagsfraktion, die Ampelschaltungen in der Ortsdurchfahrt mit der Stadt Rastatt besser zu koordinieren. Staus wie die infolge der Baustellen auf der A 5 und der Bauarbeiten am Knotenpunkt B 462/B 3/B 36 im vergangenen Jahr "werden nicht dauerhaft zu verhindern sein", erläuterte Haberecht.

Zwar sei in der Ortsdurchfahrt (zwischen B 3/Berliner Ring und B 3/L 75/Oberwaldstraße) eine grüne Welle eingerichtet, die im zweispurigen Bereich auch funktioniere. Knackpunkt ist aber die Verengung auf eine Spur zwischen Ludwigsfeste und Oberwaldstraße sowie Behinderungen durch Parkvorgänge, Abbiegeverkehr und Halten in zweiter Reihe im Bereich der Schlossgalerie.

Die Einrichtung einer grünen Welle zwischen B 3 und den Nebenrichtungen in der Stadt sei "verkehrstechnisch nicht sinnvoll", erklärte Haberecht weiter. "Die ,Grüne Welle' der Hauptrichtung (B 3) darf nämlich nicht zugunsten einer untergeordneten, verkehrlich weniger bedeutenden Nebenrichtung unterbrochen werden." Es sei jedoch in Abstimmung mit der Stadt Rastatt geplant, die beiden Ampeln am Ludwigring/Rauentaler Straße (Franzbrücke) nach ihrem Umbau mit der an der B 3/Ludwigsfeste besser abzustimmen. Haberecht warnte aber vor zu hohen Erwartungen: "Erfahrungsgemäß erlebt man beim Thema Verkehr immer Überraschungen. Denn wenn man an einer Stellschraube nur minimal dreht, hakt es wieder an einer anderen Stelle."

Besonders der Berufsverkehr berge weiter Staupotenzial. Auch im Hinblick auf eine flüssigere Führung des Werksverkehrs zu Mercedes-Benz sollen bei einem weiteren Verkehrsgespräch mit der Stadt Rastatt Verbesserungsmöglichkeiten ausgelotet werden.

Maßnahmen zur Beschleunigung des ÖPNV auf der Straße insgesamt hatte die Grünen-Kreistagsfraktion in einem Antrag gefordert. Eine grundsätzliche Vorrangschaltung an den Ampeln für Busse würde beispielsweise in Rastatt aber die grüne Welle ausbremsen, erfuhr der Ausschuss dazu.

Für eine prägnante Stelle - die Ausfahrt der Busse vom Bahnhof Rastatt mit einer relativ kurzen Ampelschaltung - soll eine Vorrangschaltung jedoch mit der Stadt noch mal besprochen werden, erläuterte Haberecht. Denn durch die sehr kurze Grünphase könne in der Regel nur ein Bus ausfahren. "Bereits bei der Abfahrt der Busse am Bahnhof werden daher häufig Fahrplanverspätungen generiert, wenn mehrere Busse gleichzeitig ausfahren wollen", heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Folge: Unter anderem Verspätungen auf der Buslinie zum Flughafen.

Eine beschleunigte Linienführung habe man in Abstimmung mit dem KVV bereits auf der Linie 222 (Rastatt - Durmersheim - Karlsruhe) erreicht, informierte Haberecht weiter, indem diese von Tempo-30-Zonen weggeleitet wurde. Das sei aber nicht immer und überall möglich.

Ausloten will der Kreis auf den Grünen-Antrag hin nun Folgendes: Ob und wo im Landkreis Busspuren oder -schleusen umgesetzt werden können beziehungsweise eine Vorrang-Ampelschaltung für den ÖPNV oder befristete Pkw-Parkverbote eine Verbesserung bringen könnten.

Nach der Definition problematischer Bereiche könnten in Abstimmung mit Kommunen dann Modellprojekte oder -maßnahmen angegangen werden.

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