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Jürgen Ochs: "Ganz normaler Entscheidungsprozess"
Jürgen Ochs: 'Ganz normaler Entscheidungsprozess'
09.02.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (sl) - Der bekannte Tenor Jay Alexander hat auf seine Anfrage, im Frühjahr ein Konzert mit Gesangbuchliedern in der katholischen Stadtkirche St. Alexander in Rastatt geben zu dürfen, keine Zusage bekommen. Nachdem der enttäuschte Sänger dies öffentlich gemacht hatte, wurde in sozialen Internetmedien zum Teil emotional diskutiert. Auch das BT erhielt kritische Zuschriften. Zwar will Bezirkskantor Jürgen Ochs den konkreten Fall nicht öffentlich kommentieren. Er erklärt aber, wie solche Entscheidungen generell zustande kommen. Vor der Frage, ob er der Konzertanfrage eines Veranstalters eine Zusage erteilen kann, steht der Kirchenmusiker nämlich immer wieder. "Das ist ein ganz normaler Entscheidungsprozess, wie er eben zu meinen Aufgaben gehört", erläutert Ochs. Bis zu 20 Anfragen unterschiedlichster Ensembles kämen im Jahr zusammen, mal seien es mehr, mal weniger. Schon lange im Voraus arbeite der Bezirkskantor zusammen mit seinem evangelischen Kollegen ein musikalisches Jahresprogramm aus. Denn es gebe zahlreiche Konzerte in den evangelischen und katholischen Kirchen in Rastatt. Zu dicht liegende Termine oder gar Überschneidungen sollen so vermieden werden. In dieses Rahmenprogramm müsse sich ein Konzert eines externen Veranstalters zunächst einmal einbinden lassen. Neben der reinen Terminfrage sei aber die Programmgestaltung des geplanten Konzerts zentral. "Es muss sich um ein Kirchenkonzert handeln", macht Ochs klar, dass geistliche und dem Kirchenraum angemessene Musik gewünscht ist, die überdies in sein künstlerisches Konzept passen muss. "Außerdem müssen wir darauf achten, dass kein kommerzieller Hintergrund besteht." Ferner sei bei Ensembles, die seit Jahrzehnten das kulturelle Leben in Rastatt prägen, die Zusage eines Kirchenkonzerts möglich, wie zum Beispiel beim Kammerorchester Rastatt oder zuletzt beim Jubiläumskonzert des Gesangvereins "Liederkranz-Apollonia".

In der Regel entscheide der Pfarrer in Abstimmung mit einem Kirchenmusiker über Konzertanfragen. Der Pfarrer könne die Entscheidung aber auch an den Kirchenmusiker übertragen, wenn es einen hauptamtlichen Kirchenmusiker gibt - wie im Fall von St. Alexander.

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