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Außen hui, innen pfui
Außen hui, innen pfui
09.02.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Die zentrale Botschaft hörte OB Hans Jürgen Pütsch am Schluss des Vortrags: "Wir müssen das Alohra nicht sofort schließen." Zu dieser Einschätzung war Thomas Duzia in seinem Gutachten über den Zustand des Familienbads gekommen.

Es war die mittlerweile fünfte Expertise seit dem Jahr 2014, die untermauerte, wie prekär die Lage im Alohra ist. Dass man ein neuerliches Gutachten anfertigen ließ, obwohl der Grundsatzbeschluss zum Bau des Kombibads auf dem Schwalbenrein bereits gefallen ist, begründete der OB im Betriebsausschuss mit dem Bestreben, sich abzusichern und im Fall der Fälle nicht haften zu müssen.

Die Analyse bestätigte, was in der Vergangenheit schon dem Alohra bescheinigt wurde, in der Bevölkerung allerdings Zweifel weckt: Das Bad sei sehr gepflegt und mache auf den ersten Blick einen guten Eindruck, sagte Duzia. Doch hinter der Fassade liegt vieles im Argen - seit Jahren übrigens, denn Stadtwerke-Chef Olaf Kaspryk hatte schon im Jahr 2015 bei einer Begehung des Gemeinderats erklärt, es sei "fünf vor Zwölf".

Zwar ist eine Sanierung des Alohra ohnehin kein Thema, aber der Gutachter ließ durchblicken, dass eine Ertüchtigung insgesamt "fraglich" sei. Und selbst wenn man diesen Schritt ginge, müsste man das Bad zwei bis drei Jahre für die Arbeiten schließen. Die Misere beginnt ganz unten, denn das 1970 eröffnete Bad steht zum Schutz gegen aufdrängendes Grundwasser auf einer Betonplatte, die angegriffen sei. Zwar gebe es die Möglichkeit einer Vergelung. Doch allein diese Maßnahme würde bei der Alohra-Größe rund eine Million Euro kosten, ohne dass man vorher wisse, ob diese Ausbesserung überhaupt funktioniert. Neben der umfassenden Betonsanierung stünden unter anderem energetische Verbesserungen, Fliesenarbeiten, der Einbau von Sicherheitseinrichtungen und Brandschutz an. Man müsste das Alohra in allen Bereichen bis auf den Rohbau zurückbauen. Kosten nannte Duzia nicht.

Die Stadtwerke als Betreiber sind regelmäßig verpflichtet, das Bad zu überprüfen. Geschäftsführer Kaspryk kündigte an, dass man demnächst einen Statiker beauftragen werde.

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