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Ringen um das künftige Liniennetz
Ringen um das künftige Liniennetz
11.02.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (as) - Am Bühler Bahnhof in die Stadtbahn steigen und direkt in die Karlsruher Innenstadt fahren, das wird ab 2022 nicht mehr möglich sein. Dann bedient die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) nur noch den Streckenabschnitt zwischen Karlsruhe und Baden-Baden, da das Liniennetz aufgesplittet wird (wir berichteten). Im Zuge dessen hatte der Landkreis Rastatt einige Wünsche ans Verkehrsministerium in Stuttgart formuliert, das für die Ausschreibung zuständig ist.

Und viele Forderungen werden tatsächlich erfüllt, wie aus einem Antwortschreiben des Ministeriums hervorgeht, das jetzt dem Kreisausschuss für Umwelt, Bau und Planung vorgelegt wurde. Dazu gehört, dass Rastatt Umsteigebahnhof für die Regionalbahn aus Richtung Baden-Baden in Richtung Karlsruhe auf die Stadtbahn wird. Das ist eine gute Nachricht für Sinzheim, das keine direkte Stadtbahnverbindung nach Karlsruhe mehr haben wird. Denn es bietet den Sinzheimern die Möglichkeit, in Rastatt sowohl auf den Muggensturmer als auch auf den Durmersheimer Schienenast der S-Bahn umzusteigen, um in die Karlsruher Innenstadt zu gelangen.

Beibehalten wird laut Ministerium wie gefordert der Kreuzungspunkt in Gernsbach. Mehrere vom Kreis gewünschte Fahrplananpassungen könnten jedoch noch nicht zugesagt werden, heißt es in dem Schreiben weiter. Diese seien abhängig von der Trassenbelegung und müssten im Rahmen der Jahresfahrplanung erfolgen. Denn nach wie vor sind Stadtbahnverbindungen dem überregionalen Fern- und Güterverkehr untergeordnet. In diesem Zusammenhang betonte Grünen-Sprecher Manuel Hummel, das Verkehrsministerium müsse sich endlich dazu äußern, ob es auf der viel befahrenen Rheintalstrecke eine Zweigleisigkeit will. Spätestens die Tunnel-Havarie habe doch sehr deutlich deren Notwendigkeit gezeigt. Auch CDU-Sprecher Toni Huber bedauerte, dass ein möglicher zweigleisiger Ausbau nicht diskutiert werde, denn auf Murgtal- und Rheintalstrecke seien die Kapazitäten erschöpft.

Wenig Chancen sieht Dezernent Claus Haberecht für einen weiteren Wunsch des Landkreises: Einen zusätzlichen Halt im Eilzugverkehr in Kuppenheim. Darauf geht das Ministerium überhaupt nicht ein. Infolge der Gewerbeentwicklung unter anderem im Presswerk von Daimler rechnet der Kreis allerdings mit einer deutlichen Zunahme der Pendler und will deshalb noch einmal in Stuttgart nachhaken. "Wir befürchten aber eine negative Antwort", machte Haberecht den Kreisräten wenig Hoffnung. Umlauftechnisch sei der Halt nicht machbar, lauteten die bisherigen Infos dazu, heißt es in der Sitzungsvorlage, und weiter: Gespräche mit der AVG zur Abstimmung möglicher baulicher Maßnahmen, sprich eventuell eines weiteren Gleises, seien anberaumt.

Positiv nahm der Ausschuss die Nachricht auf, dass das Land die Kosten für das Gesamtpaket des Fahrplanangebots für 15 Jahre übernimmt und auch die Kosten für die "Zusatzfahrten Nationalpark" tragen wird.

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