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"Wald bleibt defizitär"
'Wald bleibt defizitär'
18.02.2019 - 00:00 Uhr
Elchesheim-Illingen (hr) - Einstimmig hat der Gemeinderat der Forsteinrichtungserneuerung im Gemeindewald Elchesheim-Illingen bis 2028 zugestimmt.





In seiner Präsentation erläuterte Oberforstrat Helmut Weishaar vom Regierungspräsidium Freiburg unter anderem, dass auf dem Gemeindegebiet 32 Biotope auf einer Fläche von zusammen 53 Hektar (21 Prozent der Waldfläche) existieren. Dabei handelt es sich um seltene, naturnahe Waldgesellschaften (43 Prozent), Fließgewässer mit naturnaher Vegetation (37), Stillgewässer mit strukturreichen Verlandungsbereichen (14), Waldbestände (vier) und sonstige (zwei).

Bei den Waldzustandsklassen ist auffällig, dass die 0- bis 20-jährigen Bäume deutlich unterhalb, die 21- bis 40-jährigen und die 41- bis 60-jährigen Bäume deutlich über dem gewünschten Normalwald liegen. Lediglich die 61- bis 80-jährigen Bäume liegen im Normbereich. Es sind so gut wie keine über 80-jährige Bäume vorhanden. 92 Prozent oder 9 675 Festmeter des anvisierten Holzeinschlags konnten in den vergangenen zehn Jahren realisiert werden. Im neuen Zielhorizont bis 2028 ist eine Steigerung des Ertrags um 19 Prozent auf 11 500 Festmeter jährlich geplant. Erreicht werden soll dies durch Durchforstung (72 Prozent) und über Verjüngungshiebe (28).

"Uns liegt die nachhaltige Waldwirtschaft am Herzen, weshalb wir bei einem Zuwachs von 7,2 Festmeter pro Jahr und Hektar nur 5,3 Festmeter jährlich pro Hektar entnehmen wollen", sagte Weishaar. Beim Zuwachs im Planungszeitraum rechnen die Forstleute mit 14 Prozent Naturverjüngung und 86 Prozent Pflanzungen, wovon 42 Prozent dem Eschentriebsterben geschuldet sind. Gleichwohl wird der Wald in Elchesheim-Illingen defizitär bleiben, wertete Weishaar das betriebswirtschaftliche Ergebnis der vergangenen zehn Jahre. Den durchschnittlichen jährlichen Einnahmen von 30 300 Euro standen Ausgaben von 47 700 Euro gegenüber. Auch künftig wird die Gemeinde mit einem jährlichen Defizit von 17 400 Euro rechnen müssen.

Auf Nachfrage nach der Wirtschaftlichkeit des Walds antwortete Weishaar: "Sie haben einen Wirtschaftswald, dem die alten, ertragreichen Bäume fehlen, aus diesem Grund wird der Wald defizitär bleiben". In der konkreten Planung sollen im Planungszeitraum 25 Hektar der Uferbereiche im Altrhein dauerhaft stillgelegt und als Waldrefugium erhalten bleiben, auf 16,3 Hektar Pappeln (74 Prozent), Eichen (zwölf), Nuss (neun), Kirschen (drei) und sonstige Laubbäume (zwei Prozent) neu gepflanzt werden. Die Jungbestandspflege soll um 24 Prozent und die Wertästung um fünf Prozent gegenüber der letzten Periode gesteigert werden.

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