"Eine Bereicherung für die Gemeinde"
'Eine Bereicherung für die Gemeinde'
08.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Helmut Heck

Elchesheim-Illingen - Zur "Grundsteinlegung" hatten gestern das Haus Edelberg und die Gemeinde an die Baustelle des Pflegeheims eingeladen, das an der Rheinstraße errichtet wird. Für einen Grundstein war es eigentlich noch zu früh im Baufortschritt, für eine Zeremonie unter freiem Himmel war das Wetter wenig geeignet. So wurden die Reden eben im Rathausfoyer gehalten, wo Bürgermeister Rolf Spiegelhalder eine stattliche Anzahl an Gästen begrüßen konnte, darunter etliche Vertreter der Edelberg-Gruppe und des Orpea-Mutterkonzerns.





Spiegelhalder erinnerte an die Bürgerwerkstatt, in der ein Pflegeheim im Ort Wunsch vieler Teilnehmer gewesen sei.

Mit der Freifläche in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus und zur Schule habe man einen Standort bereitstellen können, der aufgrund seiner zentralen Lage ideal für eine solche Einrichtung sei.

Das Pflegeheim werde "eine Bereicherung für die Gemeinde" sein, stellte der Bürgermeister fest. Durch die Einbindung in die Ortsmitte seien ein reger Austausch etwa mit dem Haus der Begegnung, aber auch Kontakte zur Kirche und zur Schule möglich, die sich in nächster Nachbarschaft befinden. Die verschiedenen Institutionen würden sich gegenseitig befruchten, war Spiegelhalder überzeugt.

Das Ortsoberhaupt erinnerte aber auch daran, dass viele Bürger ursprünglich gehofft hatten, im Pflegeheim Eigentumsanteile erwerben zu können. Neben 75 Pflegezimmern sollen in den Dachgeschossen des großen Gebäudekomplexes auch 16 Service-Wohnungen entstehen, wie auf der großen Werbetafel an der Baustelle zu lesen ist.

Für den Pflegeheim-Betreiber sei es das erste Objekt, das er in eigener Regie erbaue und im Eigentum behalten werde, betonte Edelberg-Geschäftsführer Alexander Grunewald den besonderen Stellenwert des Projekts aus unternehmerischer Sicht. Eine weitere Besonderheit sei der Platz mitten im Ort. Das Pflegeheim werde so "zentral wie kaum ein anderes" der Firmengruppe liegen. Es sei ein "Quartiersgedanke" erkennbar, versprach Grunewald ein "offenes Haus", das sich "in die Gemeinde einbringen" werde.

Als "Herausforderungen" bezeichnete er die Suche nach Fachkräften. Für diesen Zweck werde man auch eine Infoveranstaltung durchführen, dabei werde es unter anderem um Ausbildungsmöglichkeiten gehen. Der große Personalbedarf ist ebenfalls auf dem Bauschild erkennbar. Die ausgeschriebene Stellenpalette reicht von Pflegefachkräften über Köche für die hauseigene Großküche und hauswirtschaftliche Hilfen bis zu Verwaltungsmitarbeitern.

Anstelle eines Grundsteins wurde nur eine Edelstahlröhre mit Tageszeitungen und anderen Dokumenten gefüllt. Den als "Zeitkapsel" bezeichneten Behälter nahmen die Firmenvertreter in Verwahrung. Er soll nach Fertigstellung des Pflegeheims in einer Vitrine aufbewahrt werden. Nachdem es in der Vergangenheit mehrere Fristüberschreitungen gegeben hatte, wurde die Frage nach einem Eröffnungstermin gestern nur vage mit "im ersten Halbjahr 2020" beantwortet.

Bürgermeister Spiegelhalder lud schon mal alle zur Eröffnung und malte ein Happy-End aus: Bestimmt werde dann die Sonne scheinen, zur Feier des Tages würden Schulkinder singen.

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