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Mit Tempo 300 übers Geläuf
Mit Tempo 300 übers Geläuf
11.03.2019 - 00:00 Uhr
Iffezheim (fuv ) - Ein eigentümliches Brummen empfängt den Besucher, gleich nachdem er das Rennbahngelände in Iffezheim betreten hat. Offenbar fliegen große Insekten wild umher. Wild geflogen wird, allerdings sind es keine Insekten, sondern Modellhubschrauber. Zum zehnten Mal war die Rotor live am Wochenende auf dem Turfgelände zu Gast.

Verkaufs- und Präsentationsmesse nennen die Veranstalter vom Baden-Badener Modellsportverlag die zweitägige Schau. Modelle, Zubehör, Vorträge und Flugshows locken die Besucher ins Renndorf. Die Fluginsekten präsentieren sich dem Publikum im Zielbereich der Rennbahn; beste Sichtbedingungen also vom "Clubgarten" und von der Bénazet-Tribüne aus. Etwa einen Meter sind die sogenannten 3D-Modelle nur lang. Was die Piloten damit veranstalten, ist beeindruckend, Wer zum ersten Mal verfolgt, wie die Modell-Helis mit bis zu 300 Stundenkilometern über das Geläuf jagen, glaubt es kaum: Flugmanöver, zu denen ein echter Hubschrauber niemals in der Lage wäre, sind zu sehen - senkrecht in den Himmel aufschießend, um ebenso senkrecht "abzustürzen" und kurz vor dem Aufprall abrupt über der Grasnabe zu schweben. Das geht auch rücklings.

Die jungen Männer, die die Modell-Helis solchermaßen beherrschen, kommen tatsächlich aus der ganzen Welt nach Iffezheim zur Rotor live. Da sind Cracks aus ganz Europa, aus Thailand. Auch die Superstars der Szene, der Dubaier Tareq Alsaadi, und der US-Amerikaner Nick Maxwell geben sich die Ehre. Die Piloten kommen eigens wegen der Rotor Live nach Deutschland, so Rotor-Pressesprecher Michael Schneider.

Auf der Messe starten auch ganz andere Hubschrauber, sogenannte Scale-Modelle. Originalgetreu nachgebaute Maschinen mit einem Rotordurchmesser von über zwei Metern. Darunter Unikate. Heiko Fischer und sein Vater Bernd, die Heli-Fischers genannt, zeigen erstmals auf einer Flugshow ihr neuestes Baby, eines der größten elektrifizierten Scale-Modelle: eine knallrote Bell 47, 1947 der erste in Serie gebaute, zivile Hubschrauber. Trotz der zum Teil heftigen Windböen am Samstag startet Heiko Fischer die Bell und lässt sie an der Tribüne vorbeischweben. Dabei sorgt ein Soundgenerator für den richtigen Hubschrauber-Ton, das Publikum applaudiert begeistert. Das sei das Besondere in Iffezheim, dass es eben nicht nur eine Fachmesse sei, sondern auch die Flugshows gebe, betont Heiko Fischer. Und das vor einer solchen Tribüne. "Eine tolle Location", so der Heidelberger.

Die Rotor live, die erste Fachmesse im Jahr, bietet auf zwei Etagen in der Bénazet-Tribüne alles, was der Modellbauer und -Pilot für sein Hobby benötigt, von der kleinen Schraube bis zur Turbine. Ergänzt wird die Messe mit Fachvorträgen zum Modellbau. Dass die Modellflieger mittlerweile alltagstauglich sind, können die Besucher selbst beim Drone-Ball ausprobieren. Ein dank elastischem Kokon geschützter Multicopter wird durch Tore und um Hindernisse gesteuert, wobei ein gegnerischer Pilot dies zu verhindern sucht; eine spaßige, nicht ganz günstige Angelegenheit: Rund 380 Euro kostet ein Drone-Ball. Günstig aber im Vergleich zu den 38 000 Euro, die ein fertiges Scale-Modell mit zehn Kilowatt-Turbine von Josef Alterbaum kostet. Die Rotor live war trotz des gestrigen Regens ein Erfolg. US-Star Nick Maxwell aus Alabama jedenfalls war begeistert: "Nothing like this", es gebe nichts Vergleichbares.

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