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"Storchennest" stockt auf
'Storchennest' stockt auf
14.03.2019 - 00:00 Uhr
Muggensturm (ser ) - Um keine weitere Zeit und womöglich Fördergelder ganz zu verlieren, verzichtet Muggensturm auf eine weitere Umplanung für die Erweiterung der Kinderkrippe "Storchennest". Denn die Nachfrage nach Plätzen zur Ganztagsbetreuung ist in Muggensturm groß, wie Bürgermeister Dietmar Späth am Montagabend dem Gemeinderat berichtete.



Bereits Ende Juli 2018 war die Erweiterung der Kinderkrippe "Storchennest" um zwei Gruppenräume beschlossen worden. Die damals präsentierten Kosten lagen bei einer zweigeschossigen Ausführung der Erweiterung bei rund 1,6 Millionen Euro.

Auf Wunsch des Gemeinderats wurde dann zusätzlich ein Aufzug in die Planung aufgenommen. Dadurch wäre es auch möglich, im zweiten Geschoss weitere Bereiche wie einen Inklusionsraum, Schlafraum und Lagerräume unterzubringen, Kosten: Rund 1,7 Millionen Euro. Dabei ging man von einer Fördersumme für die beiden Gruppenräume und Ausstattung von insgesamt 248 000 Euro aus, sodass die Gemeinde 1,45 Millionen Euro hätte tragen müssen.

Mit diesem Planungsstand reichte man beim Regierungspräsidium einen Förderantrag ein. Doch die Behörde stufte das Vorhaben lediglich als Umbaumaßnahme ein, berichtete Späth am Montag. Das bedeute, dass der maximal mögliche Zuschuss je Gruppe nur 70 000 Euro, höchstens jedoch 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben beträgt. Weitere Zuschüsse gibt es für den Inklusionsraum im Obergeschoss und für die Ausstattung der Küche. Im konkreten Fall bedeutet das einen Zuschuss von insgesamt 154 000 Euro und nicht, wie erhofft war, 248 000 Euro.

Daraufhin wurde der Planer nochmals aufgefordert, den Erweiterungsbau so umzugestalten, dass der Erweiterungsbau als Neubau gewertet werden kann. Dazu musste der geplante Sanitärtrakt für die neuen Gruppenräume fünf und sechs in die ehemalige Küche inte-griert werden. Dadurch würde allerdings, so Planer Andreas Adler, der Schlafraum im Obergeschoss entfallen. Damit würden zwar die Forderungen des Regierungspräsidiums erfüllt werden und der Umbau als Neubau gelten, sodass mit einem höheren Zuschuss zu rechnen wäre. Die tatsächlichen Kosten bei dieser Variante lägen bei rund 1,479 Millionen Euro und damit um rund 100 000 Euro unter der ursprünglichen Variante. Ein Nachteil dieser neuen Variante wäre, so der Bürgermeister, dass die Baupläne neu erstellt werden müssten und eine neue Baugenehmigung eingeholt werden müsste. Mit einem Baubeginn vor Herbst 2019 sei dann auf keinen Fall zu rechnen. Da die Nachfrage nach Ganztagesplätzen sehr groß ist, wäre diese Entscheidung "nicht zukunftweisend", meinte Späth. Zumal das Regierungspräsidium schon darauf hingewiesen habe, dass das Programm Kinderbetreuungsfinanzierung bereits deutlich überzeichnet ist und somit die Gefahr besteht, dass man bei einer Neuplanung so viel Zeit verliert, dass der Fördertopf leer ist.

Alle Fraktionssprecher waren sich einig, auf rund 100 000 Euro Fördergelder zu verzichten und dafür die Planungsvariante mit Aufzug, Inklusionsraum und Schlafraum zu realisieren. Alle Gewerke werden nun entsprechend ausgeschrieben.

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