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Kaum Fragen an die Bewerber
Kaum Fragen an die Bewerber
16.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Anja Groß (Texte)



und Frank Vetter (Fotos)

Elchesheim-Illingen - Die Bürger haben im Gegensatz zu 2011 am 24. März eine echte Wahl - ob weiter Amtsinhaber Rolf Spiegelhalder (56) oder Herausforderer Christian Schorpp (33) die Geschicke der Gemeinde lenken soll. Entsprechend groß war das Interesse an der öffentlichen Kandidatenvorstellung am Donnerstagabend in der Sporthalle der Rheinwaldschule, zu der mehr als 500 Besucher kamen.

Da erstaunte es allerdings, dass es in der vom Wahlausschuss auf jeweils zehn Minuten begrenzten Zeit wenig Fragen an die Kandidaten gab. Ob die Stimmung im Rathaus tatsächlich so schlecht ist, wollte in Anspielung auf diverse Wechsel und Vakanzen schließlich ein Bürger von Rolf Spiegelhalder wissen. Der begründete die Personalsituation mit "Familienplanung", die man schließlich nicht verbieten könne, und der Schwierigkeit, beispielsweise für die Hauptamtsleitung befristet eine Nachfolge zu finden. In einer kleinen Gemeinde sei es zudem nicht einfach, dem Wunsch nach Beförderung zu entsprechen, es brauche hier zudem Generalisten und nicht reine Sachbearbeiter, zudem sei der Arbeitsmarkt leer gefegt, weil die Kreisverwaltungen viel Personal für die Integrationspolitik abgegriffen hätten.

Gefragt, wie er heute zum Redeverbot eines Bürgers in der Einwohnerfragestunde beim Thema Fußballvereine steht, erklärte Spiegelhalder, es habe zuvor bereits eine Bürgeranhörung gegeben, und in der Bürgerfragestunde dürfe man nur sprechen, wenn Neues vorgebracht werde. Er habe dem Bürger dann aber doch das Wort erteilt, dieser habe allerdings keine Frage formuliert. Er habe ihn aus reiner Höflichkeit dann ausreden lassen. Zum Thema gestiegene Pro-Kopf-Verschuldung betonte der Amtsinhaber, es habe großen Nachholbedarf gegeben und es seien auch Gegenwerte geschaffen worden.

Von Christian Schorpp erfuhren die Anwesenden in der Fragerunde, dass er vorhat, im Falle seiner Wahl die Bürger stark einzubinden - mit einem Ideenworkshop mit der Bürgerschaft und auch bei Projekten für die Jugend oder die Senioren. Seine Ideen finanzieren wolle er unter anderem durch die Vermarktung des Gewerbegebiets. Selbstverständlich müsse es aber auch eine Priorisierung geben, gestand er zu, dass nicht alles gleichzeitig verwirklicht werden kann.

Ob er bei den Friedhöfen Geld sparen wolle, interessierte einen Fragenden. Dazu erklärte Schorpp, er wolle beide Friedhöfe erhalten, aber wohl kaum mit zwei Leichenhallen und zwei Kapellen. Zudem müssten neue Bestattungsformen angegangen werden, warb er auch hier für Vorschläge der Bürger. Auf eine weitere Frage hin sprach er sich zudem dafür aus, den Kindergarten, derzeit in kirchlicher Trägerschaft, in Gemeindehand zu holen, was ihm Beifall eintrug.

Der Wahlausschussvorsitzende forderte zum Abschluss alle dazu auf, "in Verantwortung für die Gemeinde" wählen zu gehen.

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