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Chef als "Küken"
Chef als 'Küken'
18.03.2019 - 00:00 Uhr
Elchesheim-Illingen (HH) - Während draußen Regen und Wind miteinander wetteiferten, herrschte in der Rheinwaldschule am Freitagnachmittag eitel Sonnenschein. Wie bestellt, handelte von diesem Kontrast auch das Lied, mit dem der Schulchor die Veranstaltung in der Schulturnhalle eröffnete, die Anlass der guten Stimmung war. Rektor Felix Ludwig wurde offiziell in sein Amt eingeführt, das er bereits im September 2018 angetreten hat.



Er habe die "Bewährungsprobe bestens bestanden", stellte ihm das Kollegium ein ausgesprochen gutes Zeugnis aus. Schulamtsdirektorin Carmen Huber umriss den Werdegang des 34-Jährigen, der aus Ötigheim stammt. Nach dem Abitur am Tulla-Gymnasium in Rastatt studierte er an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe Geografie, Politik und Philosophie. Nach dem Zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen waren Furtwangen und Donaueschingen die ersten Stationen, 2015 wurde er Rektor in Triberg. Dort habe er schnell Anerkennung gewonnen, referierte Huber aus der Personalakte. Schon von Beginn seiner Berufslaufbahn an habe sich Ludwig als "interessierter, engagierter" Lehrer erwiesen, der den "Fokus auf die Schüler" gerichtet habe. In Elchesheim-Illingen sei er "Wunschkandidat" für den Leitungsposten gewesen.

Ludwig habe ein "gut bestelltes Haus" übernommen, freute sich Bürgermeister Rolf Spiegelhalder über den gelungenen Amtswechsel in der "bestausgestatteten" Grundschule des Amtsbezirks. Sven Scheid, Rektor in Würmersheim, hieß im Namen aller Schulleiter im Gemeindeverwaltungsverband den Neuen im Kollegenkreis willkommen. Elternbeiratsvorsitzende Verena Oberle konnte über Ludwig "nur Positives" berichten, er sei immer ansprechbar, man habe gemeinsam schon viel erreicht. Die Elternschaft freue sich über "jungen, frischen Wind".

Mit Freude sah auch die Fördervereinsvorsitzende Natascha Ruxer der Zusammenarbeit mit dem neuen Schulleiter entgegen, um ihm gleichzeitig Unterstützung und Kooperation zuzusichern. Von Pfarrer Klaus Dörner wurde Ludwig empfohlen, sich hin und wieder der nahen Heilig-Geist-Kirche zuzuwenden, um sich von deren Namenspatron stärken zu lassen. Als irdische Hilfsmittel überreichte der Geistliche eine Einkaufstüte, gefüllt mit wunschträchtigen Supermarktprodukten, von "Relax"- Schokotörtchen über bereits geknackte Nüsse bis hin zu Nervenstärkungstee.

Witzige Auflockerungen bescherten der Einführungsfeier außerdem der Schulchor mit einem ortsbezogenen Heimatlied, die Theater-AG mit einer Rechenstunde, die den Herrn Lehrer am Einmaleins scheitern ließ, sowie die Drittklässer, die Orff-Orchester mit Rap-Gesang kombinierten.

Vom ebenfalls singenden Kollegium wurde der neue Chef als "Küken" unter die Fittiche genommen, da er zugleich das jüngstes Mitglied der Belegschaft sei, wie Sprecherin Karin Melzer verriet. Ludwig selbst zeigte sich glücklich, seien "Traumberuf" an einer "Traumschule" ausüben zu dürfen. Wenn morgens die Kinder auf ihren Rollern angesaust kämen, ginge ihm "das Herz auf". Er rechne damit, einigen im Laufe seines Berufslebens vielleicht als Elternbeiräte wieder zu begegnen, spätestens in 31 Jahren bei seiner Verabschiedung.

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