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Schulentwicklung größtenteils im grünen Bereich
Schulentwicklung größtenteils im grünen Bereich
12.04.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - Bei der Umsetzung seines 2017 aufgestellten Schulentwicklungsplans sieht sich der Landkreis Rastatt gut auf dem Weg, wie es Landrat Jürgen Bäuerle in der jüngsten Schulausschusssitzung formulierte. Der Plan definiert den Handlungsrahmen, in dem sich die Kreisschulen unter Berücksichtigung der sich verändernden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnisse sowie bildungspolitischen Entscheidungen zukunftsträchtig weiterentwickeln sollen.



Ein kontinuierlicher Prozess, wie in der Sitzung deutlich wurde. Wo läuft alles gut, wo muss nachjustiert werden? 153 Maßnahmen habe man in einer Zwischenbilanz dahingehend bewertet. Ergebnis: Mehr als zwei Drittel werden weiterhin als realistisch erreichbar eingeschätzt, manche sind abgeschlossen. Das heißt aber auch: Bei einigen gibt es aktuellen Handlungsbedarf, will man die gesteckten Ziele noch erreichen.

Nicht alles hat man dabei selbst in der Hand. Beispiel: Die Errichtung der Lernwelten 4.0 an der Carl-Benz-Schule Gaggenau und der Josef-Durler-Schule Rastatt mit finanzieller Unterstützung des Landes. Hiervon sollen auch Schüler anderer Schulen profitieren. Die Vernetzung sei aber nur machbar, wenn die technischen Lehrkräfte an den beiden "Leuchtturmschulen" auch mit entsprechenden Deputaten ausgestattet sind. Die vom Kultusministerium bereitgestellten Ressourcen reichten derzeit jedoch nicht für Workshops für Fremdschüler. Das gab im Ausschuss erneut Anlass zu Kritik am Land.

Raumbedarf an



Pestalozzi-Schule

Weitere akute Handlungsfelder: Die Papiermacherschule Gernsbach muss derzeit mit Unternehmen der Papierindustrie klären, inwieweit noch Bedarf für ein drittes Ausbildungsjahr zum Packmitteltechnologen besteht, nachdem dies zwar auf Wunsch der Industrie eingerichtet, dann aber kaum nachgefragt worden war. Weitere Anstrengungen seien angesichts rückläufiger Gesamtschülerzahlen hinsichtlich der Stabilisierung der Handelslehranstalt Gernsbach erforderlich, gerade im Bereich duale Ausbildung. Für die Elly-Heuss-Knapp-Schule Bühl seien weiterhin Bemühungen notwendig, um auf Gesundheitsthemen ausgerichtete Bildungsgänge attraktiv auszugestalten und zu stärken. Die Anne-Frank-Schule Rastatt sei zwar zukunftssicher aufgestellt, doch sollen in der Pflegeausbildung wieder höhere Schülerzahlen erreicht werden. An den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren wächst der Bedarf an Angeboten, die nicht durch den jeweils eigenen Förderschwerpunkt gedeckt werden. Zusätzliche Ressourcen vor Ort seien nötig, um häufige Schulwechsel zu vermeiden. Und neuer Raumbedarf wird für die Pestalozzi-Schule Rastatt gesehen, nicht nur wegen der angestrebten Ausweitung von Bildungsangeboten. Es sei unter anderem in Betracht zu ziehen, dass die Schüler, die noch in der auslaufenden Gemeinschaftsschule Bietigheim inklusiv beschult werden, wieder zur Stammschule nach Rastatt zurückkehren. Insgesamt sind derzeit 27 der 153 Schulentwicklungsmaßnahmen mit der Warnstufe gelb versehen.

Zwei formulierte Ziele werden nicht mehr erreicht: Der angestrebte Erhalt des Profils Umwelttechnik an der Gewerbeschule Bühl und die Zusatzqualifikation "Management-Assistent(in) im Handwerk" an der Josef-Durler-Schule Rastatt (mangels Nachfrage).

127 Maßnahmen liegen unterdessen im "grünen Bereich", als bereits erfolgreich abgeschlossen meldet die Kreisverwaltung 18: Die Einführung des Profilfachs "Mathematik, Physik, Informatik" am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium Durmersheim zum Beispiel, die Teilnahme der Handelslehranstalt Gernsbach am Schulversuch "Berufsfachschule Pädagogische Erprobung" und die Ausweitung des Ganztagsangebots an der Augusta-Sibylla-Schule Rastatt sind darunter.

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