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Tunnel-Havarie: Bahn braucht weitere Untersuchungen
Tunnel-Havarie: Bahn braucht weitere Untersuchungen
27.04.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - 20 Monate nach der Havarie im Rastatter Tunnel kündigt die Bahn weitere Untersuchungen des Baugrunds im Bereich der Unterquerung der Rheintalbahn in Niederbühl an. Nochmals seien zusätzliche Erkundungsbohrungen erforderlich, um im Zuge des laufenden "Beweiserhebungs- und Schlichtungsverfahrens" sichere Erkenntnisse darüber zu gewinnen, warum es zu der Havarie im August 2017 kam und wie der Weiterbau des Tunnels geplant werden soll.



Die weiteren Bohrungen finden nun südlich des Fußgängerstegs, westlich der Gleise, statt und starten in der kommenden Woche, wie die Bahn gestern mitteilte. Die Arbeiten werden voraussichtlich rund drei Wochen dauern. Gearbeitet werde ausschließlich unter der Woche und tagsüber, heißt es. Durch die eingesetzten Bohrgeräte kann es für die Anwohner jedoch zu Lärmbelästigungen kommen. Und im Anschluss sind bereits weitere Erkundungsbohrungen im Bereich der Unterquerung der Rheintalbahn in Niederbühl geplant, so die Bahn.

Die Untersuchungen gehen damit in die erneute Verlängerung. Zur vertiefenden Erkundung des Baugrunds waren bereits zwischen Mai und Oktober mehr als 60 Bohrungen im Bereich der Schadensstelle und in dessen Umfeld ausgeführt worden. Im Februar und März wurde dann nochmals Bodenmaterial entnommen und untersucht. "Die Ergebnisse sollen weitere Hinweise auf die Schadensursachen liefern und dienen als Grundlage für die Planungen zum Weiterbau", erläutert die Bahn. "Uns wäre es auch lieber, wenn bereits eine Entscheidung da wäre, können das aber nicht erzwingen", so ein Bahnsprecher gegenüber dem BT - doch die Gutachter fordern hierfür weitere Daten an, und die Sicherheit der Rheintalstrecke und deren Umgebung gehe vor. Unverändert verharrt derweil die havarierte Oströhren-Tunnelvortriebsmaschine in ihrem Betongrab, ihr Pendant steht in der Weströhre vor der bestehenden Rheintalbahnstrecke in Warteposition und wird betriebsbereit gehalten.

Das Schlichtungsverfahren zwischen Bahn und ARGE Tunnel Rastatt, in dessen Zuge die Untersuchungen stattfinden, war im September 2017 vereinbart worden. Zunächst sollte dessen Ergebnis im Laufe, dann Ende des Jahres 2018 vorliegen, zuletzt nannte man mit Blick auf die anhaltende Analyse des Baugrunds Ende 2019 als Termin. Noch habe man derzeit "keinen anderen Zeitplan", so der Bahnsprecher auf Nachfrage des BT. Auch die nach der Havarie anvisierte Fertigstellung des Tunnels 2024 - mit zweijähriger Verzögerung - sei "nicht unrealistisch". Das aber hänge natürlich vom Ergebnis der Ursachenforschung und der daraus resultierenden Entscheidungen ab.

Kritik kam nach der Ankündigung der weiteren Bohrungen aus dem baden-württembergischen Verkehrsministerium. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Bauarbeiten auch 20 Monate nach der Tunnelhavarie von Rastatt noch immer nicht weitergehen", teilte Amtschef Uwe Lahl mit. Deutschland hinke beim Ausbau der Rheintalbahn ohnehin schon viele Jahre hinterher.

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