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Spargelhof gewährt interessante Einblicke
Spargelhof gewährt interessante Einblicke
29.04.2019 - 00:00 Uhr
Iffezheim (ar) - Die "Genusszeit" hat jetzt wieder Hochkonjunktur, denn an vielen Orten wird frisch gestochener Spargel angeboten. Doch nicht jeder Verbraucher weiß, wie viel Arbeit nötig ist, bis das königliche Gemüse in den Verkauf kommen kann. Am Sonntag luden Karin und Stefan Schneider im Rahmen der Landesinitiative "Gläserne Produktion" auf ihren Spargelhof in Iffezheim ein und gaben Antwort auf alle Fragen rund um den Spargelanbau. Ehrengast war Werner Räpple, Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands.

Auf dem Spargelhof Schneider war man am Sonntagmorgen gut gerüstet für die Besucherscharen, denn bereits zum zwölften Mal beteiligte sich der Betrieb an der "Gläsernen Produktion". Und dies inmitten der Hochsaison, denn die Spargelernte ist in vollem Gang. "Wir haben nicht nur die Spargelernte, wir müssen auch die Maissaat ausbringen, aber wir haben eine gute Familie sowie viele ehrenamtlich helfenden Freunde hinter uns", erklärte Landwirtschaftsmeister Stefan Schneider.

Der Landwirt bewirtschaftet insgesamt rund 110 Hektar Land. Neben dem Mais- und Getreideanbau werden auf 13,5 Hektar Spargel angebaut. Sein erstes Spargelfeld legte er im Jahr 1985 an, 1987 konnte das erste Mal geerntet werden. Seit dieser Zeit wird der Schneider-Spargel ausschließlich im Direktvertrieb vermarktet, wobei rund 20 Prozent an die Gastronomie in der Region, 20 Prozent an den Handel und mehr als 50 Prozent an die auf den Hof kommenden Endverbraucher verkauft wird.

Doch nicht nur der Spargel für die Gastwirte muss geschält werden. Auch die Hausfrau möchte heute ihren Spargel so schnell wie möglich im Topf haben, weshalb 95 Prozent des verkauften Spargels auf dem Hof geschält werden. Die erste Spargelschälmaschine kaufte Stefan Schneider daher bereits im Jahr 1999.

Dennoch ist immer noch viel Handarbeit notwendig, bis der saubere und nach Klassen sortierte Spargel geschält werden kann. Während der Hochsaison beschäftigt der Spargelhof Schneider 35 osteuropäische Erntehelfer sowie rund 20 deutsche Aushilfskräfte. Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn sei für ihn noch nie ein Problem gewesen, denn er bezahle nach Leistung, erläuterte Schneider.

So konnten sich die Besucher gestern informieren über die Drei-Folien-Technik, den Strichcode für Mitarbeiter und Feld, die computergesteuerte Sortieranlage, über Schädlinge, die Bienenweide, die vielen Bienen und Insekten, die im Spargelfeld rumschwirren, und über das PFC-Problem: "Wir hatten vor der Ernte ein Monitoring, das ohne Ergebnis war, und werden alle vier Wochen vom Wirtschaftskontrolldienst überprüft", beruhigte Stefan Schneider.

Auf die Bedeutung von Sonderkulturen wie Spargelanbau verwies Werner Räpple, denn damit werde nicht nur der heute für viele so selbstverständlich gewordene Genuss gesichert , sondern auch die Biodiversität gefördert.

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