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Neue Hoffnung auf Tempo 30
03.05.2019 - 00:00 Uhr
Malsch (ar) - Nicht nur hohe Abgaswerte und Luftschadstoffe lassen Menschen krank werden, auch zu hohe Lärmemissionen sind wenig gesundheitsfördernd. Hiervon können die Anwohner der Muggensturmer Straße (Landesstraße 607) in Malsch ein Lied singen, denn täglich fahren rund 5 000 Fahrzeuge durch die Straße. Seit 2014 setzen sich die Anwohner dafür ein, dass ein 24 Stunden durchgängiges 30er-Tempolimit eingeführt wird und regelmäßige Kontrollen stattfinden.





"Ist das so schwer vonseiten des Regierungspräsidiums, hier was zu machen?", fragte Michael Grischke, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Heidrun eine Unterschriftenaktion in der Muggensturmer Straße durchgeführt hatte. Am Dienstagnachmittag hatten sie die Landtagsabgeordnete Barbara Saebel (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) und Thomas Marwein, Lärmschutzbeauftragter der Landesregierung, zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen. Ein Bild von der geräuschvollen Situation und den oftmals viel zu schnell fahrenden Pkw, aber auch Lkw konnten sich ebenso Markus Herbst von der Unteren Verkehrsbehörde des Landratsamts Karlsruhe, Bürgermeisterstellvertreter Ernst Rauch und Hauptamtsleiter Herbert Reiter machen. Gemeinsam mit einigen Anwohnern saß man in diskussionsfreudiger Runde im Wohnzimmer der Gastgeber und spürte am eigenen Leib die Vibrationen beim Vorbeifahren verschiedener Fahrzeuge.

"Wir wollen ein Tempolimit von 30 km/h und keine Lkw mehr in der Straße", so der immer noch unerfüllte Wunsch der leidgeprüften Anwohner. Eigentlich ist die Muggensturmer Straße für den Schwerlastverkehr ab 7,5 Tonnen gesperrt, doch viele nutzen die L 607 dennoch als Abkürzungsstrecke zwischen Ettlingen, Muggensturm und Rastatt. Der gesetzlich vorgeschriebene und vom Malscher Gemeinderat im November 2015 beschlossene Lärmaktionsplan ergab für die Muggensturmer Straße Lärmbelästigungen von durchschnittlich 69 Dezibel, für eine Geschwindigkeitsreduzierung waren bisher jedoch mindestens 70 Dezibel erforderlich, weswegen bisherige von der Gemeinde Malsch gestellte Anträge kein Gehör fanden, wie Reiter sagte.

Aufgrund einer Neufassung des Kooperationserlasses - Lärmaktionsplanung vom Oktober 2018 konnte eine entsprechende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg nun bindend die Dezibel-Werte auf 55 für Tag- und 65 für Nachtzeiten festlegen. Das Urteil nahm Malsch zum Anlass, eine dritte Anfrage zu stellen.

Wie Markus Herbst informierte, werden seit Februar Verkehrsdaten in der Muggensturmer Straße ermittelt. Ebenso stellte das Landratsamt Karlsruhe am 23. April erneut einen Antrag auf durchgängige Temporeduzierung, die zunächst bis Ende März 2021 gültig sein soll.

Nach Ende der Bautätigkeiten im Malscher Zentrum soll nochmals eine Verkehrserhebung in der Muggensturmer Straße durchgeführt werden, so Herbst. Barbara Saebel versprach, sich beim RP für eine Genehmigung des Tempolimits einzusetzen.

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