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Weniger Straftaten in Rastatt
03.05.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Mit einem erneuten Rückgang der registrierten Straftaten (minus 1,5 Prozent) auf 3 651 Fälle in Rastatt blickt das örtliche Polizeirevier auf das Jahr 2018 zurück. Bei der Präsentation der Jahresstatistik hob Revierleiter Andreas Dahm "mit Stolz" Erfolge bei der Bekämpfung der Wohnungseinbrüche hervor. Sorgen bereitet allerdings der Anstieg der Straßenkriminalität, insbesondere wegen der Fahrraddiebstähle.

Mit 817 Fällen liegt die Straßenkriminalität um 21,2 Prozent höher als im Jahr 2017. Quotentreiber sind dabei die 278 Fahrraddiebstähle (plus 66,5 Prozent). Was den Polizeichef erstaunt: Allein 44 Drahtesel waren gar nicht gesichert. Diebstähle insgesamt in Rastatt legten um 14,5 Prozent (1 187 Fälle) zu.

Die Gewaltkriminalität ist mit 126 Fällen konstant, allerdings hatten es die Rastatter Ermittler mit drei Morden und einem Totschlag zu tun. Erfreut zeigt sich Dahm dagegen, dass die Zahl der Sexualdelikte um 51,6 Prozent auf 30 Fälle zurückgegangen ist. Weiter gesunken ist die Zahl der Wohnungseinbrüche. Mit 27 Fällen verzeichnet man den niedrigsten Wert in Rastatt seit über 20 Jahren. Und auch die Aufklärungsquote sieht für diesen Deliktbereich mit 22,2 Prozent vergleichsweise gut aus. Dahm führt die Erfolge vor allem auf die Aufmerksamkeit von Nachbarn sowie verstärkte Investitionen der Bauherren in technische Sicherheit der Gebäude zurück.

Die Sicherheitslage in Rastatt ist, statistisch an der Bevölkerungszahl gemessen, eine Spur besser als in Baden-Baden und Lahr; jedoch deutlich schlechter als in Bühl und Gaggenau. Dass die Aufklärungsquote der Rastatter Polizeibeamten von 66,5 auf 61,4 Prozent sank, ist für Polizeichef Dahm noch "kein Anlass zur Sorge".

Aufgrund öffentlicher Diskussionen hat der Revierleiter in der Statistik den Bahnhof sowie die nichtdeutschen Tatverdächtigen genauer unter die Lupe genommen. Dahm, selbst regelmäßiger Bahnfahrer, sagt: "Die objektive Lage gibt es nicht her, um zu sagen: Am Bahnhof ist es unsicher." Die Zahl der Straftaten dort ist im vergangenen Jahr zwar um vier auf 107 angestiegen (Zehn-Jahres-Mittelwert: 112). Doch darunter waren 46 Fahrraddiebstähle sowie 44 Betrugsdelikte (vor allem Schwarzfahren), also vergleichsweise harmlose Fälle.

Unter den insgesamt 1 767 Tatverdächtigen in Rastatt (Baden-Baden: 1 891) sind 721 Personen, die keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen (Baden-Baden: 880). Dieser Anteil von 40,8 Prozent liegt unter dem Durchschnitt im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg (47,6 Prozent). An tatverdächtigen Asylbewerbern wurden im vergangenen Jahr 224 gezählt. Das bedeutet ein abermaliger Rückgang gegenüber dem Höchststand im Jahr 2016 (268 Tatverdächtige). Zum Vergleich: Im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg liegt der Anteil tatverdächtiger Flüchtlinge bei 19 Prozent, in Rastatt bei 12,7 Prozent, in ganz Baden-Württemberg bei 14,6 Prozent.

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