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DRK-Kreisverband Rastatt nimmt Kindergarten-Trägerschaft ins Visier
DRK-Kreisverband Rastatt nimmt Kindergarten-Trägerschaft ins Visier
07.05.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - "Ich bin ein Rotkreuzkind", sagt Stefan Leiber-Pfeffinger über sich selbst. Was Wunder: Seinen Zivildienst absolvierte der Bühlertäler beim DRK, seine Ausbildung zum Rettungsassistenten ebenfalls. Sein rot-weiß gepflasterter Berufsweg hat den 40-Jährigen jetzt nach Rastatt geführt: Der verheiratete Vater einer sechsjährigen Tochter ist Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands - und hat dem Unternehmen mit Kita-Trägerschaft sowie verstärkter Erste-Hilfe-Ausbildung neue Ziele gesetzt.

Es ist für ihn selbst wie auch für seinen Arbeitgeber ein Neuanfang: Leiber-Pfeffinger war im vergangenen Jahr schon zu neuen Ufern aufgebrochen und hatte sich in der Finanzdienstbranche selbstständig gemacht. Dann entdeckte er die Stellenanzeige: Der neu formierte DRK-Kreisverband Rastatt suchte einen Geschäftsführer, weil man den Rettungsdienst zum Jahreswechsel an den Kreisverband Bühl/Achern abgab und damit auch Geschäftsführer Felix Brenneisen verlor.

Mit Stefan Leiber-Pfeffinger hat also der Kreisverband Rastatt einen Mann an der Spitze des Managements, der nicht nur die Basisarbeit von der Pike auf gelernt hat, sondern auch durch ein berufsbegleitendes betriebswirtschaftliches Studium mit Zahlen umgehen kann. Bevor er sich für kurze Zeit selbstständig machte, war er in der Leitung der Rettungswache beim Kreisverband Bühl-Achern tätig.

"Die Rückspiegel-Guckerei ist nicht meins. Ich schaue nach vorne, und das positiv", hält der neue Chef nicht viel davon, sich mit den Wunden der gescheiterten Fusion zu befassen. Die neue Situation spielt sich Monat für Monat mehr ein: Rastatt verlor zwar mit dem Rettungsdienst rund 150 Mitarbeiter, die zu gleichen Konditionen formell nach Bühl-Achern wechselten. Doch vor Ort hat sich das Tagesgeschäft nicht geändert. Der Rettungsdienst ist nach wie vor im Erdgeschoss angesiedelt; der Kreisverband Rastatt im ersten Geschoss - nur muss man halt so alltägliche Dinge wie getrennte Strom- und Wasserrechnungen regeln.

Knapp ein halbes Jahr ist Leiber-Pfeffinger jetzt an Bord. Natürlich stellte sich mancher in der auf 33 Mitarbeiter geschrumpften Belegschaft die Frage, ob der kleine Kreisverband eine Zukunft hat. Der neue Geschäftsführer sagt ganz klar: ja. Andere Kreisverbände mit ähnlicher Größenordnung wie Kehl oder Lahr hätten seit vielen Jahren bewiesen, dass man auch ohne Rettungsdienst über die Runden kommt.

1,4 Millionen Euro umfasst der geplante Jahresumsatz. Geht es nach dem neuen Geschäftsführer, soll es bei den bestehenden Geschäftsfeldern Tagespflege, Essen auf Rädern, betreutes Wohnen, Hausnotruf sowie Breitenausbildung in Erster Hilfe nicht bleiben. Leiber-Pfeffinger würde den DRK-Kreisverband Rastatt gerne als Kindergartenträger sehen. Ob seine "Vision" Realität wird, dürfte sich bald entscheiden. In Gaggenau, wo der DRK-Aufsichtsratsvorsitzende Michael Pfeiffer Bürgermeister ist, hat der Kreisverband seine Bewerbung um die Trägerschaft der künftigen Kita im Pavillon der Hebelschule eingereicht. Der Geschäftsführer verweist darauf, dass das DRK bundesweit für mehr als 1 500 Kindertagesstätten die Verantwortung trägt. Mit Rahmenkonzepten und einem Fachbeirat sei wichtiges Know-how vorhanden.

Und auch bei der Erste-Hilfe-Ausbildung in den Betrieben will Leiber-Pfeffinger die Präsenz des DRK erhöhen. Dazu lässt er sich gerade selbst ausbilden. Das geht deshalb, weil seine Stelle nur zu 75 Prozent dotiert ist. Sollte sich das Geschäftsfeld lohnen, erwägt er sogar die Einstellung eines hauptberuflichen Ersthelfer-Ausbilders.

Ein besonderes Augenmerk des Geschäftsführers wird den 861 Aktiven und rund 8 100 Fördermitgliedern in den 13 Ortsvereinen gelten. Bei einer Klausurtagung am Samstag will man gemeinsam Perspektiven ausloten. Derzeit ist der Kreisverband dabei, die bereits nach Bühl ausgelagerte Buchhaltung nach Rastatt zurückzuholen. Jene Ortsvereine, die ihre Buchhaltung und Mitgliederverwaltung abgeben wollen, können dies tun, verspricht der Geschäftsführer. Und betont: "Wir sind da, wenn die Ehrenamtlichen etwas benötigen."

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