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Anpacken fürs Gemeinwohl
Anpacken fürs Gemeinwohl
09.05.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - Der Countdown läuft: Ab 23. Mai, 17.07 Uhr, soll die Welt wieder "ein bisschen besser werden" - dann nämlich startet die 72-Stunden-Sozialaktion des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Allein im Dekanat Rastatt gehen dann 20 Gruppen mit insgesamt rund 500 Teilnehmern innerhalb von drei Tagen 19 Projekte an, die entweder Einrichtungen vor Ort unterstützen, Neues schaffen und/oder Menschen zusammenbringen.



Sechs Jahre ist es nun her, dass die katholischen Jugendgruppen letztmals auf diese Weise an den Start gegangen sind, schließlich steckt ein "Riesenaufwand" dahinter, wie Dekanatsjugendreferentin Carina Wacker beim Pressetermin erläutert: Es gilt ja, Gruppen, Koordinatoren sowie Projekte zu finden, die "nicht nur Arbeitsbeschäftigung sind, sondern schöne, sinnvolle Aufgaben" im Sinne von Nachhaltigkeit, Umwelt und Sozialem. Wacker selbst hat einst als Teilnehmerin beispielsweise einen Seniorentreff renoviert, und Connie Plattner, jetzt im Freiwilligen Sozialen Jahr mit im Koordinationsteam, hat im Kindergarten Niederbühl unter anderem Gerätschaften aufgepeppt. Ein Kinderspielfest in Rastatt organisieren, einen neuen Wanderweg in Kuppenheim oder ein Beach-Volleyballfeld am Sämannsee Wintersdorf anlegen: Auch das sind beispielhafte Aufgaben aus vergangenen Jahren. Um welche Projekte es dieses Jahr geht, wird noch nicht verraten - die Teilnehmer erfahren erst mit dem Startschuss, welches Projekt ihnen zugewiesen worden ist beziehungsweise ihre Gruppenleiter für sie vorbereitet haben. Für die Region ist es die mittlerweile fünfte Auflage der 72-Stunden-Aktion, an der sich deutschlandweit diesmal rund 3 000 Gruppen beteiligen. Einige kennen sie also schon und haben gute Erfahrungen gemacht, wie die Organisatoren erläutern, für andere ist es etwas spannendes Neues, sich daran zu beteiligen. Für alle aber sei es der Reiz, in der Gemeinschaft ein Projekt anzugehen, auf das man nachher stolz sein könne. Wenn der Umschlag aufgeht, müsse man sich ranhalten, jeder mitziehen und am Ende das Abenteuer meistern. Zwischen neun Jahren und Mitte/Ende 20 sind die Teilnehmer schätzungsweise, die nun bald in Aktion treten.

Mit der Planung hat das Koordinationsteam, zu dem neben Wacker und Plattner auch Linda Kiefer zählt, die bereits 2013 Mitkoordinatorin war, bereits vor den Sommerferien vergangenen Jahres begonnen. Manchmal gibt es eben auch Ideen, die sich nicht umsetzen lassen, dann muss man etwas Neues finden, erläutern sie, andere wiederum benötigen behördliche Genehmigungen. Immerhin: Bis auf ein, zwei Projekte, bei denen es noch Dinge zu klären gilt, stehe das Aktionsprogramm jetzt fest. In Anbetracht dessen, dass die Seelsorgeeinheiten immer größer werden, sei doch "ziemlich viel" zusammengekommen, freut sich Wacker. Und: Läuft die Aktion erst mal, wird sich der Helferkreis weiter vergrößern. Die Erfahrung zeigt: Familie, Freunde, örtliche Firmen: "Jeder hilft mit", wenn er gefragt wird - schließlich müssen die jungen Leute auch mal professionelle Hilfe organisieren, um Projekte gestemmt zu bekommen. Im Dekanatsjugendbüro laufen die Fäden zusammen. Dort wird ein Hilfs-, Info- und Koordinationstelefon eingerichtet, an das sich die Gruppen beispielsweise bei Materialbedarf wenden können. Und ein Krisen-Notfallhandy, das hoffentlich wieder nicht gebraucht wird, steht rund um die Uhr bereit.

Zentrale Auftaktveranstaltung mit Grußworten und Umschlagübergabe ist am Donnerstag, 23. Mai, ab 15.30 Uhr vor dem Rathaus Gaggenau. Am Sonntag, 26. Mai, um 17.07 Uhr ist Projektende. Eine Abschlussfeier steigt zentral für fünf Dekanate am Mittwoch, 29. Mai, in Karlsruhe.

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