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Kopfgebäude eckt an
Kopfgebäude eckt an
10.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Gabriele Diebold

Rastatt - Das geplante Bauprojekt auf dem "Franz-Areal" bewegt die Rastatter Bürger. Mit rund 50 Interessierten kamen mehr als erwartet zur Informationsveranstaltung in die Reithalle. Anlass war die frühzeitige Beteiligung der Bürger am Bebauungsplanprozess. Im Rahmen der Offenlage im Herbst kann sich die Bevölkerung nochmals äußern.



Für den Bereich Brauerei mit Hotel und Boarding-House führte Wolfgang Scheidtweiler für die Brauerei Franz aus, dass der große Erfolg des Bieres zur Verzögerung in der Planung geführt habe. Die vor drei Jahren geplanten 10 000 Hektoliter Bier waren in den alten Gebäuden ohne Probleme herzustellen. Das neue Konzept sieht jetzt eine Produktion von 40 000 Hektolitern pro Jahr vor. Es werde parallel gebaut, die alte Produktion bleibt in Betrieb, bis die neue Brauerei läuft. Wichtig war für ihn, dass der Blick auf das historische Brauerei-Gebäude frei bleibt. In einem Verbindungsteil zwischen Hotel und Brauerei wird die Rezeption untergebracht, im Außenbereich eine Terrasse und Biergarten.

Scheidtweilers Erfahrung sei, dass die Kombination aus Brauerei und Hotel sehr gut angenommen wird. Im benachbarten Boarding-House wird Wohnraum auf Zeit, bis maximal sechs Monate Belegung, geschaffen. Als letzter Schritt ist dann ein Brauerei-Museum geplant.

Im Bereich des Gebäudekomplexes aus drei großen Wohngebäuden mit Kopfgebäude zur Franz-Brücke ist am kompletten Gebäuderiegel an der Rauentaler Straße Fassaden-Begrünung vorgesehen. Entgegen erster Ideen mit höherer Bauweise haben die Gebäude im Innern des Geländes jetzt drei Geschosse, erläuterte Jessica Waibel von der Project GmbH. Vorgesehen sind zwei Tiefgaragen. Auf dem gesamten Gelände werden Fahr- und Gehrechte für jedermann festgeschrieben, öffentliche Straßen sind nicht geplant.

Auf die Frage aus dem Zuhörerkreis nach der Länge des Gebäuderiegels an der Rauentaler Straße räumte Frank Glessing von der "unique habitat immo 2GmbH" ein, dass das Gebäude tatsächlich groß erscheint. Über eine starke Gliederung mit Vor- und Rücksprüngen werde versucht, den Eindruck eines langen Körpers zu vermindern. Zudem sind zwei Durchgänge zum Innenbereich vorgesehen.

Ein Grund für die Planung sei der Lärmschutzgedanke gewesen.

Historie in



Moderne integriert

Wie der Höhenunterschied zwischen Hotel und Pagodenburg ausgeglichen werden soll, interessierte ebenfalls. Zwei Meter Unterschied gibt es zwischen Spielplatz und Erdgeschosshöhe, so Markus Reck-Kehl vom Bereich Stadt- und Grünplanung. Der Spielplatz werde auf dem bisherigen Niveau bleiben, ein detaillierter Plan zu diesem Thema werde noch ausgearbeitet.

Schön und charmant habe man beim Franz-Areal Historie in Moderne integriert, so ein Kommentar; Bedenken lagen jedoch im Untergrund. Die Festungsanlage wird so erhalten, wie sie ist, bekräftigte Scheidtweiler, Sprengungen wie beim Hilperthof werde es nicht geben. Glessing ergänzte, dass es keine umfangreichen Rückbaumaßnahmen geben werde, allerdings müsse 15 bis 16 Meter tief gebohrt werden, um tragfähigen Grund zu erreichen.

Die Höhe des Kopfbaus an der Ecke zur Franzbrücke war einmal mehr Stein des Anstoßes. Reck-Kehl verwies auf städtebauliche Tradition, dass große Gebäude an Brücken den Eintritt in die Stadt markieren. Der geplante Bau mit sechs Wohngeschossen und einem zurückgesetzten Dachgeschoss könne dabei nicht als Hochhaus gesehen werden.

Der Wohnraum soll unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtige n, so Glessing. Barrierefreie Seniorenwohnungen seien ebenfalls geplant. Das Verhältnis zwischen Eigentums- und Mietwohnungen sei noch nicht geklärt. Bezüglich des Lärmschutzes für die Wohnungen im Gebäuderiegel würden die Grenzwerte für den Wohnungsbau eingehalten. Beim Bau der Tiefgarage werden keine alten Bauwerke betroffen; die Festungskeller liegen unter dem Hotel.

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