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Storchenpopulation am Altrhein nimmt zu
21.05.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (kie) - Klappern erfüllt die Luft am Plittersdorfer Altrhein. Hier haben 19 Weißstorch-Paare ihr Quartier bezogen - das sind sieben Paare mehr als im vergangenen Jahr. Die Population nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Der ehrenamtliche Weißstorchbetreuer der Vogelwarte Radolfzell und Naturschutzwart des Landkreises, Stefan Eisenbarth, nennt das eine "klasse Entwicklung". Gestern machte er sich bei einer gemeinsamen Begehung mit Brigitte Kunz, die die Störche vor Ort beobachtet, ein Bild von den Bruterfolgen der gefiederten Rotschnäbel.

Mit einem Teleskop und einer Kamera mit Teleobjektiv bepackt, laufen Eisenbarth und Kunz in Richtung Frankreich: Entlang der Fährstraße wohnen 17 Paare, im Ort gibt es zwei weitere Horste. Beim Blick durch das Fernrohr sind kleine graue Störche und die Futter herbeischaffenden Eltern deutlich zu erkennen. Eisenbarth und Kunz zeigen sich mit dem Bruterfolg sehr zufrieden.

Durchschnittlich drei bis fünf Eier lege ein Storch, so Eisenbarth - teilweise in waghalsig konstruierte Horste auf Stromleitungen oder morschen Bäume. Ein ein Meter hoher Horst könne laut dem Storchenbetreuer eine Tonne wiegen. "Wir hatten schon vier oder fünf Jungstörche pro Horst, jetzt sind es durch die Bank nur noch drei", berichtet Kunz. Wäre es möglich, dass die zunehmende Menge an Störchen den Bruterfolg der einzelnen Paare schmälert? Dazu sollen die Beobachtungen der beiden ehrenamtlichen Storchenbeobachter unter anderem beitragen.

Seit Ende Januar sind die Weißstörche wieder in Plittersdorf, mit Ausnahme von einem Paar, das vor Ort überwintert. "Ich bin jedes Mal froh, wenn sie wieder da sind", sagt Kunz. "Ich mag ihre Zärtlichkeit, wie sie miteinander umgehen", ist ihr die Begeisterung für die Tiere anzumerken.

"Der Storch ist der optimale Naturschutzmacher", sagt Eisenbarth. Einen Lebensraum für den Storch zu schaffen, der auch für andere Arten Vorteile bringt, stoße auf eine breite Akzeptanz in der Gesellschaft. "Er ist die Leittierart für den Naturschutz", so Eisenbarth, der seit zehn Jahren zwischen Karlsruhe-Knielingen und Iffezheim für die Störche im Einsatz ist. Laut Eisenbarth waren vor der Rheinbegradigung Auen der ursprüngliche Lebensraum der Störche. Lautstarkes Quaken entlang dem Altrhein erklärt, warum es ihnen hier so gut gefällt. Heute gibt es nur noch zwei Weißstorchkolonien, die in baden-württembergischen Auwäldern leben: Eine davon befindet sich in Plittersdorf.

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