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Baumbestattungen werden auch neue Ratsgremien beschäftigen
Baumbestattungen werden auch neue Ratsgremien beschäftigen
25.05.2019 - 00:00 Uhr
Durmersheim (HH) - Ein Thema, mit dem sich nach der Kommunalwahl der neue Durmersheimer Gemeinde- wie auch der Würmersheimer Ortschaftsrat schon bald wird befassen müssen, sind Baumbestattungen. Am Mittwoch stand es in der gemeinsamen Sitzung beider Gremien auf dem Programm. Wegen eines Formfehlers wurde die Beratung, der nur noch drei Zuhörer beiwohnten, abgebrochen und vertagt.

Ortschaftsrat Alexander Klein (SPD) war aufgefallen, dass in der Bekanntmachung der Tagesordnung keine Beschlussfassung durch das Ortseilsgremium angekündigt war. Als Klein reklamierte, war die Diskussion schon in Gang gekommen, die Richtung zeichnete sich ab.

Ausgangspunkt war ein Antrag der CDU-Fraktion, die ab kommendem Jahr "auf den Friedhöfen Durmersheim und Würmersheim" Baumbestattungen ermöglichen will. Hauptamtsleiterin Sandra Hertweck berichtete, dass dem Antrag eine Beratung im Verwaltungsausschuss vorausgegangen sei. Kurze Erwähnung hatte das Vorhaben in der Gemeinderatssitzung am 8. Mai im Zusammenhang mit der Gestaltung des alten Friedhofs in der Speyerer Straße gefunden (wir berichteten).

Schon bei dieser Gelegenheit hatte die Verwaltung wissen lassen, dass sie die neue Bestattungsform zunächst nur auf dem neuen Friedhof im Oberwald anbieten wolle. Man habe ein Areal im Auge, das bereits schöne Bäume aufweise, teilte die Amtsleiterin am Mittwoch mit. Falls es gut ankomme, könnte man es auf die anderen Friedhöfe ausweiten. Ortsvorsteher Helmut Schorpp (CDU) plädierte gemäß dem Antrag seiner Fraktion, von Beginn an auf allen Gottesäckern Baumbestattungen zuzulassen. In Würmersheim etwa verfüge man ebenfalls schon über geeignete Stellen.

Ferner wurde noch darüber nachgedacht, dass kleine Tafeln mit den Namen der Bestatteten angebracht werden sollten, entweder am Baum, wie es der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Klett anregte, oder am Boden, was die Verwaltung als Alternative ins Gespräch brachte. Andreas Badior (SPD) sprach sich dafür aus, Namenstafeln verpflichtend vorzuschreiben.

Die Verwaltung will mit dem Baumbestattungs-Thema eine Aktualisierung der Friedhofsatzung verbinden. Neben redaktionellen Änderungen halte man eine Konkretisierung für die Zuteilung von Ehrengräbern für wünschenswert, erklärte Hertweck. In den bisherigen Statuten heißt es nur, dass die Zuerkennung der Gemeinde obliege. Die Verwaltung schlug vor, dass es sich bei den Nutznießern um "verdiente Gemeindebürger und Gemeindebürgerinnen" handeln und die Vergaben dem Bürgermeister beziehungsweise dessen Stellvertreter übertragen werden solle. "Anspruch auf ein Ehrengrab" sollten laut Verwaltungsvorlage Personen haben, die "Bürgermeister/in" beziehungsweise "Ortsvorsteher/in" waren sowie deren Ehegatten. Josef Tritsch (SPD) hielt Ehrengräber für nicht mehr zeitgemäß. Dass noch dazu bei Ortsoberhäuptern ungeachtet deren Leistungen ein "Automatismus" gelten sollte, sei "schwer zu schlucken". Dann machte Klein auf den Formfehler aufmerksam. Werner Hermann (SPD) beantragte Vertagung, was mit großer Mehrheit angenommen wurde.

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