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Vokalkunst par excellence
Vokalkunst par excellence
28.05.2019 - 06:32 Uhr
Von Manuela Behrendt

Rastatt - Die Heilig-Kreuz-Kirche in Rastatt-Rheinau war am Sonntag ein weiterer Aufführungsort im Rahmen des sechsten Internationalen Chorfestivals Baden. Zu Gast im Gotteshaus waren das Ensemble Double Q aus Karlsruhe und der lettische Kammerchor Austrums aus Riga.

Nach dem großen "Highlight-Konzert" zur Mitte der Veranstaltungsreihe, das am Samstag in Ötigheim, der Geburts- und Organisationsstätte des Festivals, über die Bühne ging (wir berichteten), verteilten sich am Sonntag die sieben Chöre. Sie präsentierten tagsüber an weiteren Orten in Baden ihren hochkarätigen Gesang.

Nur wenige Zuschauer fanden am späten Sonntagnachmittag den Weg in die Rastatter Kirche. Die wenigen, die gekommen waren, erlebten allerdings Vokalkunst par excellence, denn genau dafür steht das Internationale Chorfestival.

Umwerfend sangen sich die 35 Letten im Alter von 16 bis 45 Jahren in die Herzen der Zuschauer. Zum vierten Mal waren sie mit ihren magischen, sphärischen Melodien Teilnehmer des Festivals.

Es ging nicht darum, den in der Landessprache der Singenden abgefassten Text zu verstehen. Es ging darum, sich auf die Klänge und deren emotionale Temperatur einzulassen und allein durch die Musik zu fühlen, was die Vokalisten ausdrückten.

Jede Sekunde des Vortrags des Koris Austrums war ein Hochgenuss. Der Chor besteht seit 1987, sein Repertoire umfasst Barockmusik, Klassiker der lettischen Chorliteratur sowie moderne lettische Volkslieder und natürlich die Kompositionen und Arrangements des Dirigenten. Eine Spezialität der Letten ist die Verwendung von ungewöhnlichen Instrumenten als Begleitung sowie die Imitation von Geräuschen der Natur.

Unorthodoxer

musikalischer Streifzug

Das Karlsruher Doppelquartett Double Q nahm das Publikum mit auf einen unorthodoxen Streifzug kreuz und quer durch die Musikliteratur, sprang vom nordamerikanischen Sklavengospel zur Kirchenmusik des 17. Jahrhunderts, danach direkt in eine Jazzkomposition. Weiter ging es über "Tea for Two" und eine triste Komposition des Finnen Jean Sibelius zurück in den sakralen Bereich. Allerdings folgte auf "Ubi caritas et amor" dann der Hit "September" der Gruppe Earth, Wind and Fire. Stilbruch und Genremix waren gewöhnungsbedürftig, aber derart gut durchdacht, dass auch der Konzertpart mit der achtköpfigen A-cappella-Formation großen Spaß machte.

Double Q hat keine Chorleitung. Über Repertoire und musikalische Abstimmung entscheiden die jeweils vier Sängerinnen und Sänger basisdemokratisch und erhalten somit nach eigener Einschätzung eine besondere musikalische Vielfalt.

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