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Umweltschutz zahlt sich in barer Münze aus
Umweltschutz zahlt sich in barer Münze aus
01.06.2019 - 00:00 Uhr
Durmersheim (HH) - Seit ihrer Gründung vor neun Jahren leiste die Bürgerenergiegenossenschaft (BEG) Durmersheim "einen praktischen und messbaren Beitrag" zur Verminderung von CO ². Mit dieser Feststellung unterstrich der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Schulze-Bühlmann bei der Jahreshauptversammlung die seit Beginn geltende Zielsetzung. Im zurückliegenden Geschäftsjahr habe man "wiederum kräftig Sonnenstrom produziert" und entsprechende Mengen des klimaschädlichen Gases eingespart. Für die Genossenschaftsmitglieder zahlt sich diese Form des Umweltschutzes in barer Münze aus. Auf Vorschlag des Vorstands wurde die Ausschüttung einer Dividende von vier Prozent beschlossen.

Wie Vorstandssprecher Hartmut Oesten ausführte, zählte die Genossenschaft Ende letzten Jahres 96 Mitglieder, die insgesamt 4710 Anteile im Wert von jeweils 100 Euro hielten. Dem Geschäftsbericht zufolge wurden 2018 zwei neue Anlagen errichtet. Die größere von beiden mit einer Leistungsspitze von 99,13 Kilowatt befindet sich auf der Schulmensa in der Helmholtzstraße. Die zweite Stromgewinnung wurde auf dem Wasserwerk Winkelsloh installiert, sie ist auf 29,9 KWp ausgelegt.

Die Verträge dafür waren im April letzten Jahres mit der Gemeinde geschlossen worden. Für die Nutzung der Dächer wurde eine Mietvereinbarung mit der BEG getroffen, die ihre Photovoltaikanlagen wiederum an die Kommune verpachtet hat.

Der produzierte Strom wird zum überwiegenden Teil direkt an Ort und Stelle verbraucht. Überschüsse fließen ins Netz der EnBW. Die seit Bestehen der BEG getätigten Investitionen wurden von Oesten auf 1,63 Millionen Euro beziffert. Die erzielten Einspeisevergütungen haben sich 2018 gegenüber 2017 um 30 445 Euro auf 184 697 Euro erhöht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung 2018 wies nach Abzug von Steuern einen Überschuss von 26 536 Euro aus, rund 5 000 Euro mehr als im Vorjahr.

Neben 5 531 Euro Körperschaftssteuer und 304 Euro Solidaritätszuschlag an den Staat wurden auch 4 508 Euro Gewerbesteuer an die Gemeinde abgeführt. Vom Vorstand der BEG wurde für die Geschäftsführungstätigkeiten eine Aufwandsentschädigung von lediglich 600 Euro in Anspruch genommen. Der Aufsichtsrat arbeitet komplett ehrenamtlich.

Nach Zahlung der beschlossenen Dividende und einer gesetzlichen Rücklage von 455 Euro bleiben vom Jahresgewinn 7 712 Euro. Aus den Vorjahren besteht ein Gewinnvortrag von 18 555 Euro, der somit auf 26 67 Euro steigt. Die Jahresbilanz wurde von der Mitgliederversammlung zustimmend zur Kenntnis genommen. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet. Ebenfalls mit einstimmigem Votum wurde die Beschränkung aufgehoben, dass ein Bevollmächtigter in den Jahresversammlungen nicht mehr als zwei Mitglieder vertreten darf.

Abschließend war von Plänen für Stromerzeugungsanlagen auf den Dächern der Flüchtlingsunterkünfte in der Pilgerstraße zu erfahren. Man sei in Gesprächen mit der Gemeinde, wurde aus Vorstand und Aufsichtsrat mitgeteilt. Berichtet wurde zudem, dass sich die BEG um Dachnutzungen auf den Einkaufsmärkten bemüht habe, die in jüngster Zeit in naher Umgebung entstanden, beziehungsweise im Bau oder in Planung sind. Alle Unternehmen hätten abgelehnt. Die Absagen seien mit komplizierten Eigentumsverhältnissen begründet worden.

Die Durmersheimer Genossenschaft betreibt zwölf Anlagen zur Naturstromgewinnung auf kommunalen Liegenschaften, Vereinsgebäuden und privaten Objekten in Durmersheim, Au am Rhein, Rheinstetten und Karlsruhe.

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